US-Finanzminister Scott Bessent wird in Asheville in North Carolina seine Kollegen der G20 auffordern, die Handelsbeziehungen zu China zu überprüfen und den wirtschaftlichen Druck auf den Iran zu verstärken, und die beiden Angelegenheiten als Bedrohungen für die globale Stabilität darzustellen.
Bessent argumentierte, dass Chinas jährlicher Handelsüberschuss von 1,2 Billionen US-Dollar nicht nachhaltig ist und appellierte an Peking, seine Wirtschaft von der Exportabhängigkeit hin zu stärkerem innerstaatlichem Konsum umzustellen. Er betonte, dass der derzeitige Anstieg der chinesischen Exporte für Handelspartner, darunter die Vereinigten Staaten, unbefriedigend ist, die bereits spezielle Zölle und andere Barrieren für chinesische Waren eingeführt haben. Das US-Handelsdefizit mit China verkleinerte sich im ersten Halbjahr 2026 um ein Drittel auf 73,9 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr, nachdem die Massnahmen Washingtons in Kraft traten.
Der Finanzenminister warnte, dass andere industrialisierte Nationen ähnliche Kräfte durch umgeleitete chinesische Exporte zu spüren bekommen und nun klare Entscheidungen treffen müssen. «Der Rest der Welt wird die Handelsbedingungen mit China überprüfen müssen», sagte Bessent. Er fügte hinzu, die Mitglieder der G20 sollten Peking dazu anspornen, die chronisch schwache Nachfrage im Innland zu erhöhen.
China, ein Mitglied der G20, war in den letzten Jahren ein Auseinanderbinden der Gruppe. Bessent’s Ansporn erfolgt inmitten rechtlicher Rückschläge für die US-Zollpolitik, einschliesslich eines Urteils des Obersten Gerichtshofs, welches breite Zölle für ungültig erklärt hat, was die Trump-Regierung veranlasste, im Juli unter einer Untersuchung zu Zwangsarbeit eine 12,5%-ige Zollabgabe zu erheben. Vor dem geplanten Gipfeltreffen zwischen Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Ende September sind Diskussionen unterwegs, um die Zölle auf nicht-strategische Güter zu senken, womit in Kraft getretene Abgaben für Importe in Höhe von jeweils 30 Milliarden USD aufgehoben werden könnten.
Separat erläuterte Bessent seine Pläne für die Verstärkung des ökonomischen Drucks auf den Iran. Das Finanzministerium soll nach dem Vorbild der USA wöchentlich neue zweiteilige Sanktionen verhängen, die in der ersten Phase auf Banken ausgerichtet sind. Die Botschaft an die G20-Partner ist eindeutig: „Entweder stehen Sie uns zur Seite, oder stehen Sie den Iranern zur Seite.“ Zwar sind bereits die meisten chinesischen Ölimporten aus dem Iran durch US-Hafenblockaden eingeschränkt, aber Washington hat seit Ende Februar Sanktionen durchgesetzt, was zu allgemeinen inflativen Drucken in der Weltwirtschaft beigetragen hat. Der Iran ist kein G20-Mitglied.













