US-Finanzminister Scott Bessent wird am Montag eine Pressekonferenz abhalten, um weitere Massnahmen gegen den Iran vorzustellen. Der Ölpreis stieg am Donnerstag auf ein Drei-Wochen-Hoch, nachdem Bessent in einem CNBC-Interview neue Sanktionen angekündigt hatte. Die Entwicklung fällt in eine Phase erhöhter Spannungen im Nahen Osten, wo die USA und Israel seit fast sechs Monaten in einen Konflikt verwickelt sind.
Bessent erklärte, Washington bereite die «härtesten Sanktionen der Geschichte» gegen den Iran vor und bezeichnete die aktuellen Massnahmen als «Doppel-Schlag», der das Regime zum Kollaps bringen solle. Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Ölpreise wies er zurück und betonte, der wirtschaftliche Druck werde wahrscheinlich eine militärische Eskalation verhindern. «Ich glaube, die Ölmärkte verstehen nicht, was diese wirtschaftliche Massnahme bedeutet», sagte Bessent. Zudem unterstrich er die strategische Macht der USA und verwies darauf, dass China laut Daten des Analyseunternehmens Kpler (2025) 50% seiner Energie aus der Golfregion bezieht und über 80% des exportierten iranischen Öls kauft.
Präsident Donald Trump warnte Verbündete am Mittwoch vor Unterstützung für den Iran und drohte Ländern, die Teheran eine «Lebensader» bieten, mit wirtschaftlichen Konsequenzen. Irans Aussenminister Abbas Araqchi bezeichnete Trumps Äusserungen als Ablenkungsmanöver von inneren Finanzproblemen der USA, darunter Rekordschulden und steigende Zinsen.
Die Ankündigung folgt auf fast 50 Jahre anhaltende Sanktionen gegen den Iran, die seit der Islamischen Revolution 1979 bestehen. In den letzten Handelstagen stieg der Ölpreis deutlich an, da die Märkte die möglichen Folgen weiterer US-Massnahmen auf das globale Energieangebot mit Sorge verfolgen.













