Die US-Aktienindex-Futures gaben am Dienstag leicht nach, während die Anleger neue Inflationsdaten bewerteten und sich auf den Geschäftsbericht von Nvidia nach Börsenschluss vorbereiteten. Der S&P 500 blieb am Montag mit 7.677,00 praktisch unverändert, der Dow Jones Industrial Average verlor 0,2% auf 53.464,59 und der Nasdaq Composite rutschte um 0,1% auf 26.130,20.
Das Bureau of Economic Analysis meldete, dass der Kern-Index der Personal Consumption Expenditures (PCE) – die bevorzugte Inflationsmesszahl der Federal Reserve – im Juli um 0,2% im Monatsvergleich und um 3,3% im Jahresvergleich stieg und damit den Erwartungen entsprach. Der PCE-Gesamtindex erhöhte sich um 0,2% monatlich und um 3,7% jährlich, leicht über den Prognosen. Das reale BIP-Wachstum im zweiten Quartal blieb unverändert bei 1,5%, im Einklang mit den Konsensschätzungen. Die Auftragseingänge für langlebige Güter im Juli legten um 1,1% zu und übertrafen die von Ökonomen erwartete Zunahme von 0,4%.
Die Marktbewertung spiegelte wachsende Vorsicht vor der September-Zinsentscheidung der Federal Reserve wider. Gemäss dem CME FedWatch-Tool stieg die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen nächsten Monat unverändert lässt, auf knapp 64%, nach rund 60% am Vortag.
Von Nvidia wird ein Quartalsumsatz von rund 92 Milliarden US-Dollar erwartet, fast das Doppelte des Vorquartals, da die Nachfrage nach ihren KI-Chips weiterhin robust bleibt. Analysten beobachten zudem mögliche Verschiebungen bei Kundenbestellungen von den Blackwell-Chips des Unternehmens hin zu den nachfolgenden Vera-Rubin-Prozessoren der nächsten Generation. Das Ergebnis könnte die Stimmung im gesamten Halbleitersektor beeinflussen.
Vorher im Tagesverlauf sanken die Brent-Rohöl-Futures um 0,8% auf 86,57 US-Dollar pro Barrel. Der Philadelphia Semiconductor Index ist seit Ende Juni um mehr als 20% gefallen, was die breitere Volatilität im Technologiesektor widerspiegelt. Walmart meldete das schwächste Wachstum der vergleichbaren Umsätze in den USA seit sechs Jahren, was auf eine mögliche Abschwächung der Konsumausgaben für Güter hindeutet, obwohl der Dienstleistungssektor wie Reisen weiterhin stabil bleibt.
Geopolitische Entwicklungen verstärkten die Marktvorsicht. Berichten zufolge, die sich auf Quellen in der Nähe des Kremls stützten, könnte Russland die Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur, darunter mögliche konventionelle ballistische Raketenangriffe auf Kiew, eskalieren. Einige russische Funktionäre sollen die Verwendung taktischer Nuklearwaffen als letzten Ausweg erwägen, wobei keine unmittelbaren Aktionen anstanden.













