Das US-Department of Homeland Security hat den vorübergehenden Jones-Act-Waiver um weitere 90 Tage verlängert und gleichzeitig neue Einhaltungsvorschriften für den Seeverkehr in amerikanischen Gewässern erlassen.
Der Jones Act, offiziell als Merchant Marine Act of 1920 bezeichnet, verlangt, dass Güter, die zwischen US-Häfen transportiert werden, auf Schiffen transportiert werden, die von Amerikanern gebaut, besessen und bemannt werden. Der Waiver, der ursprünglich im Rahmen von Lieferkettenergänzungen erteilt wurde, ermöglicht es ausländischen Flaggschiffen, unter bestimmten Bedingungen in US-Wassern zu operieren.
In einer am Freitag veröffentlichten Bekanntmachung haben die Behörden aktualisierte Richtlinien vorgelegt, die die Einhaltungsvorschriften für Betreiber klären sollen. Die Änderungen betreffen die Dokumentation von Schiffen, die Eignung der Besatzung und die Meldeverpflichtungen, obwohl die Kernbeschränkungen des Jones Act unverändert bleiben.
Homeland Security-Sekretär Alejandro Mayorkas erklärte, dass der Verlängerung und die Aktualisierung der Vorschriften die Absicht ist, die Stabilität in den domesticen Seeverkehrsbetrieben aufrechtzuerhalten, während gleichzeitig die Einhaltung nationaler Sicherheits- und wirtschaftlicher Prioritäten gewährleistet wird. Der Waiver gilt nicht für Fahrten zwischen nicht-kontinuierlichen US-Territorien wie Puerto Rico und den US-Virgin Islands, wo die Einhaltung des Jones Act typischerweise strenger durchgeführt wird.
Die vorübergehende Maßnahme erfolgt im Rahmen der weiteren Bewertung der langfristigen Lösungen zur Abwägung der Anforderungen der Seehandelsbranche mit den schützenden Zielen des Gesetzes. Branchenakteure haben den Waiver zuvor als entscheidend für die Bewältigung von Treibstoff- und Lieferkettenlogistik im Rahmen geopolitischer und logistischer Herausforderungen bezeichnet.


