Die USA haben ihre Position zu den Regelungen für französischsprachige Inhalte in Kanada etwas aufgeweicht, wodurch ein wichtiger Hindernis in den stagnierenden Handelsverhandlungen beseitigt wird. Diese Geste folgt auf die Einführung von 50% Zöllen auf etwa 20 Milliarden US-Dollar an kanadischen Importe, nachdem die Verhandlungen Anfang dieser Woche gescheitert waren.
Kanada begrüsste die Veränderung. Der Minister Dominic LeBlanc erklärte, Ottawa habe Zusicherungen erhalten, dass die USA ihre Einwände gegen Vorschriften zur Auffindbarkeit und Kennzeichnung von in französischer Sprache erstellten Inhalten zurückziehen. Diese Vorschriften, die für Online-Streaming-Plattformen gelten, waren ein Streitpunkt in den jüngsten Verhandlungen.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer deutete an, dass Washington flexibel gewesen sei und erklärte, dass Anforderungen in französischer Sprache nicht zu einem «deal breaker» seien. Die Zugeständnisse kommen, nachdem Kanada letzte-minutene U.S.-Vorschläge abgelehnt hat, die Ottawa als gefährdend für ihre Souveränität über die Sprachpolitik betitelte. Französisch und Englisch sind die beiden Amtssprachen Kanadas, wobei Quebec und die Bundesregierung Massnahmen durchführen, um den Schutz der in französischer Sprache verfassten Inhalte zu gewährleisten.
Trotz der Fortschritte bei den Sprachregeln stecken die umfassenden Handelsgespräche weiterhin in einer Sackgasse. Kanada sucht nach weiteren Klarstellungen zu den anderen Positionen der USA, bevor es entscheidet, ob es die Verhandlungen wieder aufnehmen soll. Das Büro des US-Handelsbeauftragten hatte in seinem jährlichen Nationalen Handelsbericht von 2026 bereits die fränkischsprachigen Massnahmen Kanadas als Handelshemmnisse bezeichnet, jedoch lässt die jüngste Entscheidung auf eine Bereitschaft zu Kompromissen schliessen.
Die Zölle wurden eingeführt, nachdem die Verhandlungen ins Stocken geraten waren, und gelten für eine Reihe kanadischer Einfuhrgüter. Die US-Regierung hat nicht angegeben, ob die neue Flexibilität bei den Sprachbestimmungen zu einer umfassenderen Lockerung der Handelsbeschränkungen führen wird.












