Handelsvertreter aus den USA und Kanada führten am Dienstag dringende Gespräche, um einen Streit über Zölle vor einer Mitternachtsfrist zu lösen, da sich Washington auf die Einführung von 50% Zöllen auf ungefähr 30 Milliarden Kanadische Waren vorbereitete.
Die ausstehenden Strafen gelten für eine breite Palette von Produkten, darunter Spirituosen, Holz, Papier und Sportartikel, gemäß Abschnitt 338 des amerikanischen Handelsrechts. Der kanadische Handelsminister Dominic LeBlanc forderte Zugeständnisse zu diesen Zöllen und setzte sich gleichzeitig für Senkungen der bestehenden Zölle gemäß Abschnitt 232 für Stahl, Aluminium und Kraftfahrzeuge ein.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer und der kanadische Premierminister Mark Carney führten mit Präsident Donald Trump hochrangige Verhandlungen, wie CBC News aus Quellen zitiert. Die Gespräche konzentrierten sich darauf, ob ein Kompromiss vereinbart werden könnte, um zu verhindern, dass die Abgaben gemäß Abschnitt 338 um Mitternacht in Kraft treten, was die Durchführung vom Mittwoch effektiv stoppen würde.
Die Gegenseitigkeitstarife zwischen den beiden Ländern vor einem Jahr legten den Grundstein für den aktuellen Konflikt. Ottawa führte Rachemaßnahmen ein, nachdem Washington eigene handelspolitische Maßnahmen eingeleitet hatte, wodurch die Spannungen bei Industrie- und Verbrauchsgütern eskalierten. Die Dringlichkeit der Verhandlungen unterstrich die wirtschaftlichen Interessen, da beide Seiten darauf aus waren, die Unterbrechungen der über Grenzen fließenden Lieferketten im Umfang von Dutzenden Milliarden Dollar zu vermeiden.
Wenn keine Einigung erzielt wird, würden sofort 50% Zölle auf bestimmte kanadische Ausfuhren erhoben, was die Kosten für US-Importiere erhöhen würde und möglicherweise weitere Vergeltungsmaßnahmen aus Ottawa auslösen würde. Das Ergebnis der Gespräche blieb bis zum Deadline-Solltermin ungewiss.











