Der US-Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch, er plane noch in diesem Jahr ein Treffen mit dem nordkoreanischen Führer Kim Jong Un, was ein langgehegtes, aber noch unvollendetes diplomatisches Ziel ist.
Trump sagte vor Journalisten in Washington, dass er Kim treffen werde und fügte hinzu, dass er den nordkoreanischen Führer gut kenne und ein gutes Verhältnis zu ihm habe. "Er verfügt über 57 sehr leistungsfähige Atomwaffen", sagte Trump, eine Zahl, die er bisher öffentlich nicht genannt hatte. Unabhängige Schätzungen zufolge beträgt Nordkoreas atomare Arsenal rund 60 Sprengköpfe, heißt es vom Stockholm International Peace Research Institute (Sipri).
Die US-Regierung veröffentlicht keine offiziellen Schätzungen zu Nordkoreas nuklearer Kapazitäten. Trumps Bemerkungen folgen einer kürzlich durchgeführten Anweisung an das Pentagon, die gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea zurückzudrehen, welche er als unnötig provokatorisch gegenüber Pjöngjang bezeichnete. Nordkorea habe seine Haltung "respektvoll" dargestellt, sagte er.
Die diplomatischen Bemühungen zwischen den beiden Führern im Jahr 2018 und 2019 brachten keine Fortschritte bei der Denuklearisierung, da die USA den nachweisbaren Abbau des nuklearen Programms Nordkoreas verlangen. Trumps Ausführungen am Mittwoch machten nicht klar, warum er nun behauptet, er hätte Nordkorea nicht erlaubt, solche Waffen zu entwickeln, angesichts seiner früheren Untätigkeit in dieser Frage.
Kim Yo Jong, Kims Jong-uns einflussreiche Schwester und ein ranghoher nordkoreanischer Beamter, sagte am Montag, dass ihr keine aktuellen Kontakte zwischen den beiden Führern bekannt seien. Während sie die US-Nordkorea-Beziehungen als "wirklich großartig" beschrieb, wiederholte sie Pjöngjangs Einwände gegen die laufenden amerikanischen und südkoreanischen Militärmanöver, die Nordkorea als Bedrohung für seine nationale Sicherheit betrachtet.
Ein Bericht der Wall Street Journal cité anonym eingestellte Quellen, die gesagt hätten, Trump wirbt für eine face-to-face-Veranstaltung vor dem Ende des Herbstes. Das Weiße Haus hat keine konkrete Datum oder einen Ort für eine solche Begegnung bestätigt.













