Ein Vorschlag des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, eine befristete zollfreie Quote für Rindfleischerzeugnisse einzuführen, könnte den Anteil Argentiniens am US-Markt verringern, wie Branchenangaben zeigen.
Der Plan, der eine Menge von bis zu 300 000 Tonnen importiertem Hackfleisch über einen Zeitraum von 90 Tagen zulässt, wird als Massnahme zur Erhöhung des Angebots und zur Verringerung der Preise für Rindfleisch in den USA bezeichnet. Argentinien, dessen Rinderexport in die USA sich in den ersten sieben Monaten des Jahres verdreifacht hat, würde nicht in den Genuss der zusätzlichen Quoten kommen, wenn der Vorschlag in Kraft tritt.
Argentinien hat für 2026 einen bevorzugten Zollzugang für 100.000 Tonnen Rinderfleischexporte in die USA, von denen bereits 61% genutzt wurden. Der Export nach den USA entspricht fast 20% der gesamten Rinderfleischexporte Argentiniens, was auf die starke Nachfrage nach magermarkigem Rinderfleisch für Hamburger und verarbeitete Lebensmittel zurückzuführen ist, da die heimischen Beweidungskapazitäten in den USA verknappter werden.
Die vorgeschlagene Umstellung könnte die US-Nachfrage zu anderen Lieferanten lenken, wobei Brasilien – ein grösserer globaler Exporteur – möglicherweise von den Veränderungen profitieren würde. Brasilien sucht nach alternativen Märkten, da der Zugang zu China eingeschränkt wird und die Unsicherheit über Lieferungen in die Europäischen Union zunimmt. Analysten stellen fest, dass der jüngste Exportboom Argentiniens Schwierigkeiten haben könnte, wenn die Quoten eingeführt werden, was die Handelsdynamiken auf dem globalen Rindfleischmarkt verändern wird.












