Der tschechische Hersteller von Hardware-Wallets, Trezor, hat etwa 14.000 Kunden über eine Datenpanne informiert, bei der ihre Lieferadressen an einen Drittanbieter für die Logistik ausgeliefert wurden. Die Vorfälle, die am Mittwoch bekannt wurden, markieren den ersten bekannten Fall, bei dem Kundendaten in Zusammenhang mit Bestellungen von Trezor betroffen waren. Die Firma gab an, dass keine anderen persönlichen oder finanziellen Informationen, einschließlich Wallet-Adressen oder Transaktionshistorien, durch die Panne betroffen waren.
Trezor betonte, dass die ausgelieferten Daten sich auf Lieferadressen beschränkten und keine sensiblen Details wie Passwörter, Seed-Phrasen oder private Schlüssel umfassten. Die Firma hat den spezifischen Logistikpartner, der in der Panne beteiligt war, noch nicht identifiziert, bestätigte jedoch, dass der Vorfall von einem Drittanbieter für die Logistik entstand, der für die Lieferung von Bestellungen von Trezor zuständig war.
In einer Erklärung sagte Trezor, dass die betroffenen Kunden informiert wurden und mit dem unbekannten Partner zusammenarbeiten, um die Panne zu untersuchen. Die Firma gab nicht an, ob Strafverfolgungs- oder regulatorische Behörden über den Vorfall informiert wurden.
Die Panne kommt in einer Zeit, in der die Überwachung der Risiken von Drittanbietern in der Kryptowährungszene zunimmt, insbesondere da Hersteller von Hardware-Wallets zunehmend auf externe Logistikpartner für die Bearbeitung und Lieferung von Bestellungen angewiesen sind. Trezor gab keine Details über zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, die umgesetzt werden könnten, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.
Die Reaktion von Trezor folgt auf kürzlich bekannt gewordene hochprofilierte Cyberangriffe in der Kryptowährungszene, bei denen unbefugter Zugriff auf Kundendaten zu Bedenken über die Vulnerabilität von Lösungen für die Speicherung digitaler Vermögenswerte führte.



