Die Aktien von Trend Micro Inc. gaben am Freitag nach, nachdem das Cybersicherheitsunternehmen schwächere als erwartete Quartalszahlen vorlegte und seine Jahresprognose nach unten korrigierte. Gleichzeitig erfolgte ein Downgrade durch einen Analysten.
Das in Tokio ansässige Unternehmen, das Unternehmenslösungen im Bereich Cybersicherheit anbietet, verzeichnete im zweiten Quartal einen Rückgang des Nettogewinns um 12 % im Jahresvergleich und verfehlte damit die Markterwartungen. Der Umsatz sank um 3 % auf ¥38,2 Mrd. (268 Mio. USD), was auf eine nachlassende Nachfrage in Schlüsselmärkten zurückzuführen ist.
Trend Micro passte seine Jahresumsatzprognose nach unten an und verwies dabei auf eine schwächere IT-Nachfrage der Unternehmen sowie verlängerte Verkaufszyklen. Das Unternehmen erwartet nun ein Umsatzwachstum von 2–4 % für das Gesamtjahr – zuvor waren noch 5–7 % prognostiziert worden. Auch die operative Marge soll sich auf 18–20 % verengen, gegenüber der früheren Schätzung von 20–22 %.
Analysten der Barclays stuften Trend Micro von „neutral“ auf „untergewichten“ herab. Sie begründeten dies mit Bedenken hinsichtlich des Margendrucks und des Wettbewerbsdrucks bei den Preisen im Cybersicherheitssektor. Die Bank senkte zudem ihr Kursziel von ¥4.800 auf ¥4.200 und signalisierte damit nur begrenzte Aufwärtspotenziale in der kurzen Frist.
Die Aktie, die vor dem Bericht im Jahresverlauf bereits 8 % zugelegt hatte, gab im Tokioter Handel zeitweise um bis zu 5 % nach, bevor sie sich wieder erholte. Im Quartalsvergleich hat Trend Micro damit schlechter abgeschnitten als der breitere japanische Technologiesektor, in dem etwa NTT Data und Fujitsu moderate Gewinne verbuchen konnten.
Das Unternehmen führte die schwache Entwicklung auf makroökonomische Belastungen zurück, darunter höhere Zinsen und eine zurückhaltende Ausgabenpolitik der Unternehmen. Besonders Kunden aus Nordamerika und Europa hätten Softwarekäufe aufgrund von Budgetbeschränkungen verschoben.
Trotz des Downgrades bekräftigte Trend Micro seine Investitionen in Forschung und Entwicklung und betonte das langfristige Wachstumspotenzial in Bereichen wie KI-gestützte Sicherheitslösungen. Die Dividendenquote soll weiterhin bei 30–40 % des Nettogewinns liegen.
Investoren werden nun besonders darauf achten, ob es dem Unternehmen gelingt, die Margen zu stabilisieren und im zweiten Halbjahr wieder an Fahrt bei den Umsätzen aufzunehmen.



