Die Aktien des britischen Fenster- und Türbeschlagherstellers Titon Holdings (LON: TON) verloren am Dienstag bis zu 10%, nachdem das Unternehmen seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr nach unten korrigiert hatte. Als Gründe nannte Titon eine schwächere Nachfrage als erwartet sowie anhaltend hohe Kostenbelastungen.
Der in Grossbritannien ansässige Hersteller von Fenster- und Türbeschlägen erwartet nun einen Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses von mindestens 15% gegenüber der bisherigen Prognose – allerdings ohne konkrete neue Bandbreite anzugeben. Die Revision folgt auf einen Umsatzrückgang von 20% im ersten Halbjahr, der durch eine nachlassende Nachfrage in den wichtigsten europäischen Märkten sowie Lieferkettenstörungen verursacht wurde.
Titon meldete zudem einen Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses um 5% auf 4,2 Millionen Pfund im ersten Halbjahr, während der Umsatz um 19% auf 26,3 Millionen Pfund sank. Als Hauptgründe nannte das Unternehmen rückläufige Auftragseingänge und höhere Rohstoffkosten, die teilweise durch Effizienzgewinne abgefedert wurden.
Vorstandsvorsitzender David Williams äusserte sich pessimistisch zur weiteren Entwicklung und verwies auf fehlende Anzeichen für eine Belebung der Nachfrage. «Wir beobachten weiterhin eine schwache Entwicklung in unseren Schlüsselmärkten, insbesondere in Grossbritannien und Deutschland. Obwohl wir die Kosten aggressiv steuern, bleibt das operative Umfeld herausfordernd», erklärte er.
Die Aktien des Unternehmens, die bereits 2024 hinter dem FTSE Small Cap Index zurückgeblieben waren, setzten ihren Abwärtstrend nach der Bekanntgabe fort. Analysten von Investec betonten zwar, dass Titons Bilanz solide bleibe, doch die Gewinnwarnung deute auf breitere Gegenwinde für europäische Industriezulieferer hin.
Titon, das Hersteller von Fenstern und Türen mit Beschlägen beliefert, warnte, dass die Ergebnisse im zweiten Halbjahr voraussichtlich weiter unter Druck bleiben werden – es sei denn, die Nachfrage stabilisiert sich.



