Telesat verzeichnet im zweiten Quartal 2026 höheren Verlust trotz Umsatzübertreffung
Der Satellitenbetreiber Telesat meldete einen weiter gestiegenen Verlust im Q2 2026, da die Kosten stiegen – doch der Umsatz lag über den Analystenerwartungen dank starker Nachfrage nach Konnektivitätsdiensten.

Telesat meldete einen erweiterten Nettoumsatzverlust von 124 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal 2026, verglichen mit einem Verlust von 98 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Grund dafür waren gestiegene Betriebskosten. Der Umsatz stieg um 8 % im Jahresvergleich auf 185 Millionen US-Dollar und lag damit über den Markterwartungen von 178 Millionen US-Dollar. Getrieben wurde das Wachstum durch eine erhöhte Nachfrage nach Satellitendiensten für Unternehmen und Regierungen.
Das Unternehmen führte die höheren Kosten auf laufende Investitionen in seine nächste Generation von LEO-Satellitenkonstellationen (Low Earth Orbit) im Rahmen des Lightspeed-Programms zurück. Telesat erwartet, dass diese Ausgaben bis 2027 anhalten werden, da sich die Bereitstellung beschleunigt. Trotz des verbesserten Umsatzes sank das bereinigte EBITDA auf 23 Millionen US-Dollar gegenüber 31 Millionen US-Dollar im Q2 2025 – ein Zeichen für die gestiegenen Aufwendungen.
Telesat bestätigte seine Jahresprognose für 2026 und bekräftigte einen Umsatz von 700 bis 750 Millionen US-Dollar sowie ein bereinigtes EBITDA von 100 bis 120 Millionen US-Dollar. Zudem sicherte sich das Unternehmen zusätzliche Finanzierungszusagen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar, um seine Kapitalausgabenpläne – darunter Bau und Start der Lightspeed-Satelliten – zu unterstützen.
Analysten wiesen darauf hin, dass der Umsatzübertreffung zwar eine starke Marktnachfrage signalisiert, der weiter steigende Verlust jedoch die finanzielle Belastung durch Telesats ehrgeizige Expansion unterstreicht. Die Aktie des Unternehmens gab nach Bekanntgabe der Zahlen im Nachhandel um 3 % nach.
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