Die Schweizer Maschinen-, Elektro-und Metallindustrie verzeichnete im zweiten Quartal 2024 ein Jahresanstieg der Bestellungen von 14,4%, was einen vierten Quartalszuwachs in Folge bedeutet, so die Industrievereinigung Swissmem. Die Gesamtbestellungen des Sektors stiegen im ersten Halbjahr um 12,1%, das stärkste Halbjahresergebnis seit 2021.
Stefan Brupbacher, Direktor der Swissmem, bemerkte, dass sich die Erholung in der Schweizer Technikbranche weiter fortgesetzt hat, betonte aber die Schwäche der Erholung. Der Umsatzwachstum sank im Zeitraum April bis Juni auf 1,7% nach den stärkeren Zuwächsen im Laufe des ersten Halbjahres. Die Entwicklung war vor allem von Großunternehmen angetrieben, deren Umsätze um 2,9% stiegen, während die Klein- und Mittelunternehmen (KMUs) einen Rückgang von 3,8% verzeichneten.
Die operative Kapazitätsauslastung ist weiterhin ein Problem, da die Auslastungsrate des Sektors bei 81,1 % unter dem langfristigen Durchschnitt von 85,6 % liegt. Die Unterauslastung verstärkt den Druck auf die Gewinnmargen, während sich die EBIT-Margen in großen Teilen der Branche verschlechtern. Ein Viertel der Unternehmen verzeichnet nun negative Margen, und beinahe 30 % decken gerade knappe ihre Kapital- und F&E-Kosten ab, sodass für zukünftige Investitionen kaum Spielraum besteht.
Die Brankräume bleiben hoch, Swissmem warnt vor einem erneuten Konflikt im Nahen Osten, steigenden Energiekosten und Unterbrechungen der Lieferketten, die die vorläufige Erholung gefährden könnten. Trotz dieser Herausforderungen besteht fortsetzender vorsichtiger Optimismus: 34 % der Mitgliedsunternehmen erwarten, dass die Auslandszahlen in den nächsten 12 Monaten steigen, während 41 % eine stabile Nachfrage prognostizieren.












