Die Schweizer Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal 2026 mit der höchsten Geschwindigkeit seit fast fünf Jahren und erhöhte sich um 1,5% von Quartal zu Quartal, wie Daten der Staatssekretariats für wirtschaftliche Angelegenheiten (SECO) am Donnerstag veröffentlicht wurden.
Die Beschleunigung von 0,5% im ersten Quartal war die stärkste Expansion seit dem dritten Quartal 2021, als die Wirtschaft sich wieder erholte nach den Kontraktionen in der Pandemie-Periode. Die robuste Entwicklung wurde vor allem vom Chemikalien-und Pharmabranche angetrieben, das um 10,5% zulegte, angetrieben durch höhere Exporte und Verkäufe, teilte SECO mit.
Die Produktion ausserhalb der pharmazeutischen Industrie verzeichnete nur eine moderate Wachstumszunahme, während die Dienstleistungsbranche in einem bescheidenen, aber breit gefächerten Tempo in sämtlichen Sektoren expandierte. Die Ökonomen gaben als Auslöser für die Stabilität der Wirtschaft den starken Anstieg der Ölpreise und anhaltende geopolitische Spannungen an.
Deutschland, der grösste Exportmarkt der Schweiz, übertraf die früheren Erwartungen und gab der Schweizer Handelsaktivität zusätzliche Unterstützung. Die Analysten der VP Bank vermuteten, dass ein stärkerer europäischer Binnenmarkt für die Schweiz weitere Vorteile bringen würde, erkannten jedoch, dass das Wachstum von 1,5 % im zweiten Quartal auf mittelfristige Sicht kaum zu wiederholen sein wird.
Die Schweizer Inflation wurde im August von stark steigenden Kraftstoffpreisen angetrieben, die mit Konflikten im Nahen Osten in Verbindung stehen, und damit wurde die Möglichkeit einer vorgezogenen Zinserhöhung der Schweizer Nationalbank eröffnet. Der Schweizer Industrievertrauensindex stieg im August auf 57,1 Punkte, was auf den anhaltenden expansiven Trend im Herstellungssektor hinweist.
Die Daten belegen die ungleiche, aber widerstandsfähige Erholung der Schweiz, wobei die Pharmaindustrie die Bitte nach oben führt, während weitere wirtschaftliche Risiken bestehen bleiben.













