Der Singapur-basierte Telekommunikationsanbieter StarHub Ltd. meldete für das erste Halbjahr 2026 einen Anstieg des Gewinns, der durch Erträge aus dem Verkauf seines Anteils an Ensign getrieben wurde, obwohl der Kernumsatz rückläufig ist.
Die Gesellschaft sagte, der Nettoerlös sei im Vergleich zum Vorjahr für die sechs Monate bis zum 30. Juni 2026 gestiegen, nachdem sie einen Gewinn aus der Veräußerung ihrer Beteiligung an Ensign Information Systems Pte Ltd. verbucht hatte. Die Abstossung der Beteiligung brachte einen finanziellen Schub, der die schwächere Leistung in ihren Kern-Telekommunikationsgeschäften ausglich.
Der Gesamtoperative Umsatz von StarHub sank um 3,1 % auf S$1,45 Mrd. (ca. $1,06 Mrd.) im 1. Halbjahr 2026, was auf einen Rückgang des Serviceumsatzes in allen mobilen, festen und Breitband-Segmenten zurückzuführen ist. Die Gesellschaft führte den Rückgang auf intensivierten Wettbewerb im Singapurischen Telekommunikationsmarkt und auf eine verringerte Nachfrage nach Legacy-Diensten zurück.
Die EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization) sanken um 2,4 % auf S$542 Mio., während der operative Gewinn um 5,7 % auf S$318 Mio. zurückging. Die Gesellschaft hielt ihren Zwischendividendenbetrag bei S$0,03 pro Aktie, unverändert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Die Führung von StarHub betonte die laufenden Anstrengungen zur Kostensenkung und Investitionen in digitale Dienste, um die Umsatztrends zu stabilisieren. Die Gesellschaft gab keine aktualisierten Prognosen für das gesamte Jahr ab, da sie sich auf makroökonomische Unsicherheiten und Wettbewerbsdruck berief.
Analysten bemerkten, dass der Ensign-Verkauf zwar die kurzfristige Profitabilität unterstützt habe, dass jedoch strukturelle Herausforderungen im Singapurischen Telekommunikationssektor weiterhin ein Widerstand für eine nachhaltige Wachstumsentwicklung darstellen.



