Südkorea und die Vereinigten Staaten haben sich nach einem Telefonat zwischen dem südkoreanischen Außenminister und dem Chefdiplomaten von Washington darauf verständigt, enge Koordinierung in Sicherheits-und Wirtschaftsfragen, einschließlich Nordkorea und des bilateralen Handels, zu gewährleisten.
Der südkoreanische Außenminister Cho Hyun und der US-Außenminister Marco Rubio diskutierten am Montag eine Reihe von Fragen, die die Allianz betreffen, und betonten die Notwendigkeit einer fortgesetzten Kommunikation und Zusammenarbeit auf der koreanischen Halbinsel und beim nordkoreanischen Nuklearproblem, teilte das südkoreanische Außenministerium in einer Mitteilung der Nachrichtenagentur Yonhap mit.
Die beiden Seiten waren sich ebenfalls einig, an einem für beide Seiten vorteilhaften Ergebnis bei offenen Fragen, wie Zölle, Investitionen und Sicherheitszusammenarbeit, zu arbeiten, erklärte das Ministerium. Zwar betonte die Erklärung die Zusammenarbeit bei der nordkoreanischen Kernfrage, sie bestätigte jedoch nicht explizit das traditionelle Ziel der Denuklearisierung.
Die Botschaft folgt auf jüngste Änderungen der Außenpolitik der USA gegenüber Nordkorea. Letzten Woche erklärte Präsident Donald Trump eine Reduzierung der gemeinsamen Militärübungen, eine Maßnahme, die von südkoreanischen Beamten suggeriert wurde, möglicherweise zum Teil darauf abzuzielen, Seoul dazu zu drängen, die Bemühungen der USA zur Eindämmung des iranischen Atomprogramms zu unterstützen. Die Reduzierung der Übungen erfolgt auch in einer Zeit, in der ungelöste Handels- und Investitionsstreitigkeiten zwischen den beiden Verbündeten bestehen.
Seoul hat noch nicht detailliert, wie es seine 350 Milliarden Dollar umfassenden Investitionszusagen in den Vereinigten Staaten umsetzen will, was bei einem am vergangenen Jahr abschließenden Handelsabkommen zugesagt wurde. Washington hat Vorschläge eingereicht, die potenzielle Projekte vorstellen, aber Seoul hat seinen Investitionsplan noch nicht vollständig festgelegt.
Cho betonte außerdem die Verpflichtung Südkoreas, zur Stabilität der Region beizutragen, einschließlich Anstrengungen zur Wiederherstellung des freien Verkehrs durch die Hormuschaussee. Seine Worte spiegelten das weiterhin von den USA ausgeübte Führungsverhalten bei der Bewältigung der Sicherheitsprobleme im Nahen Osten wider.
Die beiden Diplomaten vereinbarten, sich in naher Zukunft zu treffen, um die wichtigen offenen Fragen tiefergehend zu behandeln, hieß es in der Erklärung.













