Die wirtschaftliche Aktivität in der Eurozone wurde im August gesteigert, und die provisorischen Daten des Einkaufsmanagerindex (PMI) übertrafen die Prognosen, während die Inflation sich beschleunigte, was für einen Zinsschritt der Europäischen Zentralbank (EZB) im nächsten Monat spricht.
Das Composite PMI der Eurozone stieg im August von 52,0 auf 52,1 und übertraf damit die Vorhersage von Barclays von 51,7. Der Index für die Industrieproduktion stieg von 51,9 auf 52,8, während der unterliegenden PMI für die Industrie von Barclays um 0,5 Punkte auf 53,4 gestiegen ist. Das PMI für Dienstleistungen blieb unverändert bei 51,7 und entsprach damit dem Juli-Wert und überstieg die Schätzung von Barclays von 51,5. Auf Landesebene zeigte sich eine Divergenz: Das Composite PMI Frankreichs sank um 0,6 Punkte auf 48,8, das von Deutschland um 0,3 Punkte auf 51,0 und das der Peripherie der Eurozone stieg um 1,4 Punkte auf 55,8.
Die Gesamtinflation in der Eurozone stieg im Juli auf 2,9% gegenüber 2,8% im Juni und liegt damit leicht über den Barclays-Prognosen von 2,92%. Die monatliche Inflation erhöhte sich um 0,21%, gegenüber den Barclays-Prognosen von 0,19%. Die Kerninflation blieb bei 2,5% gegenüber 2,5% im Juni unverändert. Die Energiekosteninflation stieg um 1,8 Prozentpunkte auf 10,3% gegenüber dem Vorjahr, angetrieben durch höhere Preise für Brennstoffe, Gas und Elektrizität.
Barclays erwartet, dass die Inflationsrate im Durchschnitt um 3,4% y/y im August weiter steigen wird, während die Kerninflation weiterhin bei 2,5% liegen wird. Die Bank prognostiziert, dass die Inflationsrate auf 3,6% y/y im 4. Quartal 2026 ihren Höchststand erreicht und anschließend in 2027 an die 2%-Ziele der EZB angepasst wird. Die vereinbarte Lohnsteigerung ließ im 2. Quartal auf 2,4% y/y nach, gegenüber 2,6% im 1. Quartal.
Das Geschäftsklima in Frankreich verbesserte sich, während der Geschäftsklimaindikator des INSEE von 97,3 im Juli auf 98,1 im August stieg und damit die dritte Folgemonatssteigerung verzeichnet. Die Konsumentenvertrauensindikatoren der Eurozone stiegen um 0,4 Punkte auf -15,5.
Barclays behält ihre Ansicht, dass die EZB bei ihrer September-Sitzung die Zinssätze um 25 Basispunkte erhöhen wird, gefolgt von einer Pause. Die Bank warnt, dass die Risiken weiterhin zugunsten einer restriktiveren Haltung liegen, falls sich die Energiekosten nicht bald stabilisieren.












