Der Halbleiterhersteller Semiconductor Manufacturing International Corp (SMIC) meldete am Donnerstag, dass sein Nettoergebnis im ersten Halbjahr 2024 mehr als verdreifacht wurde, getrieben von der starken Nachfrage nach AI-bezogenen Halbleitern.
Der in Shanghai ansässige Fertigungsbetrieb, Chinas größter Auftrags-Halbleiterhersteller, vermeldete ein Nettoergebnis von 11,2 Milliarden Yuan (1,55 Milliarden US-Dollar) für die sechs Monate bis zum 30. Juni, gegenüber 3,3 Milliarden Yuan im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 47 % auf 38,8 Milliarden Yuan, wie der Konzern in einer Stellungnahme an der Hongkonger Börse mitteilte.
SMIC führte den Aufschwung auf die robuste Nachfrage nach fortgeschrittenen Prozessknoten zurück, insbesondere aus Anwendungen der künstlichen Intelligenz. Die Chips des Unternehmens im 7-Nanometer- und 14-Nanometer-Prozess werden zunehmend in Datenzentren, Smartphones und Hochleistungsrechnern eingesetzt.
Der Bruttogewinn stieg auf 24,3 % von 10,5 % im Vorjahr, was auf verbesserte Preisnachlässe und höhere Auslastungsraten in den Fertigungsanlagen zurückzuführen ist. Die Betriebskosten beliefen sich auf 4,2 Milliarden Yuan, ein Anstieg um 18 % im Vergleich zum Vorjahr.
Die Aktien des Unternehmens schlossen am Donnerstag in Hongkong 2,1 % höher, übertrafen damit das breitere Markt. Die Aktien von SMIC haben in diesem Jahr fast 30 % gewonnen, übertrafen damit viele globale Peers und unterstrichen die Optimismus der Investoren über die Widerstandsfähigkeit des chinesischen Halbleitersektors.
Analysten hoben hervor, dass die US-amerikanischen Exportbeschränkungen für fortschrittliche Halbleiterfertigungsinstrumente nach wie vor ein Risiko darstellen. SMIC habe jedoch in der Lage sein können, die Produktion mit inländischen Werkzeugen zu skalieren. Das Unternehmen habe zudem seine Kapazitäten in reifen Prozessknoten erweitert, die weniger von geopolitischen Einschränkungen betroffen sind.
Die jüngsten Ergebnisse von SMIC unterstreichen die wachsende Rolle der künstlichen Intelligenz bei der Umgestaltung der Halbleiter-Nachfrage, auch wenn sich die globalen Lieferketten angesichts geopolitischer Druckmittel anpassen.


