Die Schweizer Börse zeigte am Freitag einen leichten positiven Trend. Der SMI-Index stieg um 0,68 Prozent auf 14.003,96 Punkte. Bei den 20 SMI-Aktien lag 17 im Grün. Der Mid-Cap-SMI-Index gewann 0,83 Prozent auf 3.124,96 Punkte, der breite SPI-Index stieg um 0,70 Prozent auf 19.843,41 Punkte.
UBS und ABB verzeichneten deutliche Gewinne von jeweils über 2 Prozent. UBS soll eine mögliche Fusion mit Morgan Stanley in Erwägung ziehen, um den strengen Kapitalvorgaben der Schweizer Regierung nachzukommen. Die jüngste Präsentation der Architektur für die Rechenzentren von ABB trug ebenfalls zu ihrem positiven Ergebnis bei.
Nestlé hingegen verzeichnete einen Rückgang von 0,5 Prozent und damit einen Rückgang von 1,2 Prozent seit Jahresbeginn. Die Unternehmensperformance wurde von den allgemeinen Marktbedingungen belastet.
Zum positiven Sentiment am Schweizer Aktienmarkt trugen auch die verringerten Ölpreise auf dem Hintergrund neuer Friedenshoffnungen im Iran-Konflikt bei. Die Aktien des Reise- und Tourismussektors stiegen um 1,4 Prozent, wobei TUI und Lufthansa um jeweils rund 2 Prozent anstiegen. Auch IAG und Air France-KLM verbuchten Zugewinne von jeweils 1,6 beziehungsweise 2,4 Prozent. Die Ryanair-Aktien stiegen hingegen um 1,3 Prozent.
Der deutsche DAX-Index setzte sich ebenfalls mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent auf 25 454 Punkte fort, unterstützt durch den Rückgang der Ölpreise und neue diplomatische Zeichen im Iran-Konflikt. Siemens Energy und die Deutsche Bank gehörten zu den besten Gewinnern im DAX und stiegen jeweils um mehr als 2 Prozent. Airbus dagegen verzeichnete einen Rückgang von 1,6 Prozent, was auf ein Qualitätsproblem bei seinen A321neo-Flugzeugen zurückzuführen ist, obwohl es keine Sicherheitsbedenken darstellt.
Mehrere Schweizer Aktien erfuhren Änderungen in ihren Bewertungen und Preisziele. Vontobel senkte das Zielkurs für Amrize von 50 auf 46 Schweizer Franken und bestätigte die Einstufung "Kaufen". UBS erhöhte die Bewertung für Glencore von "Hold" auf "Kaufen" mit einem Zielkurs von 650 Pence. Octavian senkte das Zielkurs für Newron von 17 auf 15 Schweizer Franken und bestätigte die Einstufung "Hold". Research Partners senkte die Bewertung für Stadler Rail von "Kaufen" auf "Hold" und erhöhte das Zielkurs von 30,60 auf 35 Schweizer Franken. Oddo erhöhte das Zielkurs für Temenos von 68 auf 73 Schweizer Franken und bestätigte die Einstufung "Neutral". Octavian senkte das Zielkurs für Ypsomed von 380 auf 370 Schweizer Franken und bestätigte die Einstufung "Hold".
Der Schweizer Franken schwächte sich weiter gegenüber dem Euro und dem US-Dollar. Der Euro wurde mit 0,9430 Franken gehandelt, ein Rückgang von 0,9420 Franken am Vortag. Der Schweizer Franken wurde mit 0,8292 gegenüber dem US-Dollar gehandelt, ein Rückgang von 0,8282 am Vortag.
HelloFresh senkte aufgrund eines überraschenden Rückgangs der Nachfrage seine Jahresziele. Das Unternehmen erwartet einen Umsatzwachstum von 9 bis 11 Prozent statt zuvor erwarteten 3 bis 6 Prozent. Der operative Gewinn dürfte ebenfalls von 375 bis 425 Millionen Euro auf 350 bis 370 Millionen Euro senken. Die Aktie reagierte mit einem Rückgang von 7 Prozent auf die Nachricht.
Der Schweizer Marktindex (SMI) wird am Freitag voraussichtlich mit einem Plus von 0,4 Prozent eröffnet, nachdem aus dem Ausland positive Signale gekommen sind. Der Fokus der Marktteilnehmer liegt weiterhin auf den Zinssituationen und den Ölpreisen.
Der US-Aktienmarkt erzielte bei MGM Resorts einen deutlichen Preisverlust von 8,6 Prozent nach Berichten über den Rückzug des Übernahmeangebots von Barry Diller. Der Vaneck Space ETF hingegen zeigte einen starken Anstieg von 4,5 Prozent, und das trotz einer generell ruhigen Börsessitzung.
Die asiatischen Märkte zeigten trotz eines weltweiten Verkaufs von Anleihen eine Ausdauer. Der Nikkei-Index in Tokio steigerte sich um 1,2 Prozent auf 66.318,14 Punkte. Der breiter aufgestellte Topix-Index ging um 1,2 Prozent auf 4.123,73 Punkte höher. Die Handelsaktivität war aufgrund von Feiertagen auf einigen Märkten gering.
Die steigenden Renditen der Anleihen sind für Anleger ein grosses Problem, da die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihen auf ihren höchsten Stand seit 1996 liegt. Nigel Green, Chef der deVere Group, warnte, dass die Anleihemärkte weltweit schreien und dass ihr Ignorieren sehr teuer werden könnte. Er bemerkt, dass, sobald die risikolosen Zinsen in den USA fünf Prozent überschreiten, jede Assetklasse ihren Preis rechtfertigen muss.













