Die Schweizer Börse zeigte am heutigen Freitag starke Widerstandsfähigkeit. Der SMI-Index gewann 0,68 %. Er schloss den Handel mit 14.003,96 Punkten, wobei 17 der 20 SMI-Komponenten in den positiven Bereich wechselten. Der Mid-Cap-SMI-Index stieg um 0,83 % auf 3.124,96 Punkte, und der breite SPI-Index gewann 0,70 % auf 19.843,41 Punkte.
Die Aktien von Nestlé gerieten am Freitag jedoch um 0,5% ab und notierten damit seit Jahresbeginn um 1,2%. Die Entwicklung des Unternehmens steht im Kontrast zum Gewinnen des gesamten Marktes, da auch Novartis und Roche um 0,3% stiegen.
Die Aktien von UBS und ABB gehörten zu den grössten Gewinnern. Beide Unternehmen meldeten Steigerungen von über 2%. Spekulationen über einen möglichen Zusammenschluss von UBS und Morgan Stanley zur Einhaltung strengerer schweizerischer Bankenregelungen haben das Interesse an UBS angeheizt. Die Aktien von ABB profitorierten von der kürzlich präsentierten Architektur für Rechenzentren.
Auch Huber+Suhner schnitt gut ab und legte um 3,4% zu, da das Unternehmen das Segment Connected Intelligence von der britischen Firma Motion Applied übernahm.
Der deutsche DAX-Index wurde von einem leichten Rückgang der Ölpreise um 0,7 % auf 25.454 Punkte gestützt. Diplomatische Signale aus dem Iran-Konflikt haben nach Ansicht von Andreas Lipkow, Chief Market Analyst bei CMC Markets, etwas Entlastung gebracht. Die Lockerung der Inflationssorgen, die von den niedrigeren Ölpreisen getrieben wird, hat den Druck auf die Renditen von Anleihen reduziert.
Zu den grössten Gewinnen im DAX gehörten Siemens Energy und die Deutsche Bank, die jeweils um mehr als 2 % stiegen. Airbus hingegen fiel um 1,6 %, nachdem Probleme mit der Qualität seiner A321neo-Flugzeuge bekannt wurden, obwohl das Unternehmen versicherte, dass diese kein Sicherheitsrisiko darstellen.
Mehrere Schweizer Unternehmen meldeten Änderungen in ihren Ratings und Preisschätzungen. Vontobel senkte ihr Preisschätzungsziel für Amrize auf 46 Schweizer Franken, während UBS ihr Rating für Glencore auf "Buy" mit einem Zielpreis von 650 Pfund erhöhte. Octavian senkte ihr Preisschätzungsziel für Newron auf 15 Schweizer Franken, und Research Partners senkte ihr Rating für Stadler Rail auf "Hold" und erhöhte gleichzeitig ihr Preisschätzungsziel auf 35 Schweizer Franken. Temenos erhöht Oddo sein Zielpreis auf 73 Schweizer Franken, und Octavian reduzierte Ypsomeds Zielpreis auf 370 Schweizer Franken.
Der Schweizer Franken setzte seinen Abwärtstrend gegenüber dem Euro und dem US-Dollar fort. Der Euro wurde mit 0,9430 Schweizer Franken gehandelt, im Vergleich zu 0,9420 Schweizer Franken am Vortag. Der Schweizer Franken wurde auch mit 0,8292 gegenüber dem US-Dollar gehandelt, im Vergleich zu 0,8282.
Der Schweizer Marktindex (SMI) wird bei der IG Bank voraussichtlich höher geöffnet werden, angetrieben durch positive Entwicklungen im Ausland. Die Marktanalysten verfolgen die Zinsentwicklungen und die Ölpreise genau.
HelloFresh senkte seine Jahresziele wegen einer unerwartet geringen Nachfrage. Das Unternehmen erwartet einen Umsatzwachstum von 9-11% anstatt der zuvor prognostizierten 3-6%. Der operative Gewinn soll ebenfalls von den anfangs prognostizierten 375-425 Millionen Euro auf 350-370 Millionen Euro sinken. Die Aktie fiel auf der Plattform Tradegate um 7 %.
Der US-Aktienmarkt erlebte einen deutlichen Rückgang der Aktienkurse von MGM Resorts, die um 8,6 % abwärts gingen, nachdem Berichte über den Rückzug von Barry Dillers Übernahmeangebot bekannt gegeben wurden. Im Gegenzug gewann der Vaneck Space ETF um 4,5 % und stand im Kontext einer relativ ruhigen Nachbörsenhandlung heraus.
Die asiatischen Märkte blieben trotz des weltweiten Abverkaufs an den Anleihemärkten robust. Der Nikkei-Index in Tokio steigerte sich um 1,2 % auf 66.318,14 Punkte, und der Topix-Index erhöhte sich um 1,2 % auf 4.123,73 Punkte. Die Handelsvolumen waren aufgrund der Feiertags-Schliessungen gering; in Shanghai gab es keine Handelsaktivität.
Das Investorenv.-klima wurde massgeblich durch steigende Zinserträge an Verbindlichkeiten beeinflusst, was berechtigte Ängste über höhere globale Kreditkosten schürte. Die 10-jährige Rendite der japanischen Staatsanleihen erreichte ihren höchsten Stand seit 1996. Nigel Green,Chef der deVere Group, warnte, dass die ignorieren der steigenden Zinserträge schmerzhaft sein könnte. Er betonte, dass eine Rendite von 5% in den USA für alle Anlageklassen bedeuten würde, dass sie ihre Preisgestaltung rechtfertigen müssten.
Die politische Aufmerksamkeit blieb auf Washington gerichtet, wo der chinesische Präsident Xi Jinping und der US-Präsident Donald Trump Gespräche führten. Allerdings gab es keine bedeutenden Fortschritte bei kontroversen Themen wie künstlicher Intelligenz, Handel oder dem Iran-Krieg, was die chinesischen Märkte vor den Ferien in einer Situation der Unsicherheit hielt.
Die diplomatischen Verhandlungen in Japan hatten auch Auswirkungen auf die Währungsmärkte.












