Der Schweizer Aktienmarkt setzte am Freitag zum Handelsstart seinen Aufwärtstrend fort. Der SMI-Index ging um 0,71% auf 14.003,96 Punkte hoch. Bei den 20 SMI-Aktien waren 17 im grünen Bereich. Der Midcap-Index SMIM gewann um 0,83% auf 3.124,96 Punkte und der breite SPI-Index legte um 0,70% auf 19.843,41 Punkte zu.
Die Verlangsamung des weltweiten Börsenverkaufs in Asien scheint abgefedert zu haben, aber der schnelle Anstieg der weltweiten Renditen in der vergangenen Woche hat Sorgen geweckt. Die Rendite auf 10-jährige US-Staatsanleihen stieg am Donnerstag um 12 Basispunkte und in zwei Handelstagen um 28 Basispunkte. Steigende Energiepreise haben nach Ansicht der Kantonalbank St. Gallen zur Erwartung weiterer Zinserhöhungen geführt.
Die Performance des SMI wurde durch schwergewichtige Titel beeinträchtigt. Nestlé (-0,3%) und Roche (+0,3%) übertrafen Novartis (+0,3%), aber UBS (+2%) und ABB (+2%) gehörten zu den grössten Gewinnern. Laut Gerüchten überlegt UBS eine Fusion mit Morgan Stanley, um den strengeren regulatorischen Anforderungen zu entsprechen. Die Präsentation der Datenzentren-Architektur von ABB am Donnerstag trug ebenfalls zu dem Kursanstieg der Aktie bei.
Zu den weiteren spektakulären Gewinnern gehörte Huber+Suhner (+3,4%), das das Geschäft Connected-Intelligence von der britischen Motion Applied übernommen hatte. Der leichte Rückgang der Ölpreise unterstützte den Dax, der um 0,7% auf 25.454 Punkte stieg. Diplomatische Signale aus dem Konflikt um Iran gaben einen gewissen Erleichterungseffekt, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets.
Am Devisenmarkt entwickelte der Schweizer Franken nach dem Treffen der Nationalbank (SNB) seinen Rückgang. Der Euro gewann leicht gegenüber dem Franken und notierte bei 0,9430 Franken. Der Franken verlor auch gegenüber dem US-Dollar und notierte bei 0,8292, verglichen mit 0,8282 am Vortag.
Mehrere Aktienbewertungen und Kursziele wurden aktualisiert. Vontobel senkte ihr Kursziel für Amrize von 50 Franken auf 46 Franken, während UBS den Rang für Glencore von Kauf auf Halten änderte und das Kursziel von 650 Pence erhöhte. Octavian senkte sein Kursziel für Newron von 17 Franken auf 15 Franken. Research Partners senkte den Rang für Stadler Rail von Kauf auf Halten und erhöhte das Kursziel von 30,60 Franken auf 35 Franken. Oddo erhöhte das Kursziel für Temenos von 68 Franken auf 73 Franken. Octavian reduzierte sein Kursziel für Ypsomed von 380 Franken auf 370 Franken.
HelloFresh senkte seine Jahresziele aufgrund der schwachen Nachfrage. Das Unternehmen erwartet, dass der Umsatz um 9-11% wachsen wird, statt wie zuvor prognostiziert 3-6%. Der operative Gewinn wird nun zwischen 350-370 Millionen Euro liegen, von 375-425 Millionen Euro. Diese Nachrichten enttäuschten die Anleger, sodass die Aktien von HelloFresh auf Tradegate um fast 7% zurückgegangen sind.
Der Schweizer Marktindex (SMI) wird laut IG Bank um 0,4 % höher öffnen. Die Analysten verfolgen eng die Neuzugangsentscheidung der SNB und die Ölpreise. Die KOF wird ihren Wirtschaftsausblick veröffentlichen.
In den USA rückten die Aktien von MGM Resorts um 8,6% ab, nachdem über die Rücknahme des Übernahmeangebots von Barry Diller berichtet wurde. Der Vaneck Space ETF stieg um 4,5%, während der S&P 500-Index kaum bewegte.
Die asiatischen Märkte blieben trotz des weltweiten Aktienverkaufs robust. Der Nikkei-Index in Tokio stieg um 1,2 % auf 66.318,14 Punkte, während der Topix-Index um 1,2 % auf 4.123,73 Punkte anstiegen konnte. Aufgrund der Schulferien waren die Handelsvolumina gering.
Steigende Renditen der Anleihen bestimmten das Investorengesinn, was Bedenken über höhere globale Kreditkosten mit sich brachte. In Japan達到了 den höchsten Stand seit 1996. Nigel Green, Chef der deVere Gruppe, warnte, dass die Anleihenmärkte ignoriert werden können. Wenn die risikofreien US-Renditen 5% überschreiten, müssen alle Vermögenswerte ihren Preis rechtfertigen. Die politische Aufmerksamkeit liegt auf Washington, wo US-Präsident Donald Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping sich trafen, aber es wurden keine Durchbrüche bei umstrittenen Fragen wie künstlicher Intelligenz, Handel oder dem Iran-Krieg erzielt.
In Japan hatten auch die diplomatischen Gespräche Auswirkungen auf die Währungsmärkte. US-Präsident Trump äusserte seine Besorgtheit über die Schwäche des japanischen Yen während eines Gipfels mit der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi. Der japanische Finanzminister Satsuki Katayama enthüllte, dass Takaichi darauf antwortete, dass ein schwacher Yen für Japan kein Problem sei.













