Der brasilianische Agrarkonzern SLC Agrícola SA hat im ersten Halbjahr 2026 Rekordumsätze erzielt. Getragen wurde das Wachstum durch hohe Agrarrohstoffpreise und eine Ausweitung der Anbauflächen. Das Unternehmen meldete einen Gesamtumsatz von 4,8 Mrd. Reais (920 Mio. USD) für H1 2026 – ein Plus von 18 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der Nettogewinn belief sich im Berichtszeitraum auf 850 Mio. Reais, was einem Anstieg von 12 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig stieg der Verschuldungsgrad von 1,8x auf 2,1x im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025. SLC Agrícola begründete die höhere Verschuldung mit der Finanzierung von Landkäufen und operativen Erweiterungen, insbesondere in der Cerrado-Region.
Vorstandsvorsitzender José Carlos Grubisich betonte, dass trotz anhaltend hoher Inputkosten – bedingt durch globale Lieferkettenprobleme – die günstigen Preise für Soja und Mais die Profitabilität stützten. Das Unternehmen bestätigte seine Jahresprognose für 2026 und erwartet einen Umsatz zwischen 9,5 Mrd. und 10 Mrd. Reais.
Analysten wiesen darauf hin, dass das Umsatzwachstum zwar die starken Marktbedingungen widerspiegle, der steigende Verschuldungsgrad jedoch bei möglichen Schwankungen der Agrarrohstoffpreise eine genauere Beobachtung durch Investoren erfordern könnte.


