Der deutsche Hersteller von Anlagen für Halbleiter und Solartechnik, Singulus Technologies AG, veröffentlichte am Mittwoch solide Halbjahreszahlen für 2026. Trotz anhaltender Herausforderungen in der Branche konnte das Unternehmen seine Profitabilität steigern.
Laut Unternehmensangaben stieg der Nettogewinn im ersten Halbjahr auf 12,4 Millionen Euro (30. Juni), gegenüber 8,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Getrieben wurde dies durch eine höhere Nachfrage nach Solaranlagen und Halbleiterproduktionslinien. Der Umsatz erhöhte sich um 18 % auf 152,3 Millionen Euro, wie aus Daten von Refinitiv hervorgeht – und lag damit über den Analystenerwartungen von 148 Millionen Euro.
Die Bruttomarge verbesserte sich auf 22,1 % (Vorjahr: 19,8 %), was auf operative Effizienz und eine günstige Produktmischung zurückzuführen ist. Die Betriebskosten blieben mit 25,6 Millionen Euro kontrolliert und sanken um 5 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2025, da das Unternehmen trotz Inflationsdrucks an seiner Kostendisziplin festhielt.
Trotz der positiven Zahlen gab die Singulus-Aktie an der Frankfurter Börse zu Handelsbeginn um 3,2 % auf 14,50 Euro nach. Analysten führten den Rückgang auf einen vorsichtigen Ausblick für das zweite Halbjahr zurück. Die Unternehmensführung verwies dabei auf mögliche Abschwächungen bei der Nachfrage nach Halbleiteranlagen sowie anhaltende Lieferkettenprobleme.
CEO Stefan Rinck betonte die Fokussierung auf den Ausbau des Solarsegments, das mittlerweile 45 % des Gesamtumsatzes ausmacht (Vorjahr: 38 %). "Im Solarsegment verzeichnen wir eine starke Auftragslage, doch der Halbleitermarkt bleibt volatil", erklärte Rinck in einer Stellungnahme.
Das Unternehmen bestätigte seine Jahresprognose mit einem Umsatzziel von 320 bis 340 Millionen Euro und einer EBIT-Marge von 10 % bis 12 %. Allerdings wies es auf Risiken durch geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten in wichtigen Märkten hin.
Anleger wogen die starken Halbjahreszahlen gegen den vorsichtigen Ausblick ab – die Aktie performte damit schwächer als andere europäische Industriewerte im Vormittagshandel.



