Das chinesische E-Commerce-Unternehmen Shein plant eine Initial-Public-Offering (IPO) in Hongkong mit einem Zielwert von 26 bis 27 Milliarden Dollar, wie ein Bericht namenslosen Quellen zufolge berichtet hat.
Der Hersteller von Trendmode, der für seine preiswerten, trendgetriebenen Bekleidungsstücke und sein Online-First-Modell bekannt ist, hat Banken wie Goldman Sachs und Morgan Stanley für die Börsennotierung engagiert, wie der Bericht besagt. Sheins Wert würde sich mit seinem vorherigen privaten Finanzierungsrundum im April 2024 decken, als es 2 Milliarden Dollar bei einem Wert von 34 Milliarden Dollar aufgenommen hat, obwohl der IPO-Zielwert einen niedrigeren impliziten Marktwert widerspiegelt.
Das Unternehmen hat in den letzten Jahren unter regulatorischer und geopolitischer Aufmerksamkeit gestanden, insbesondere in den Vereinigten Staaten, wo Gesetzesvorschläge auf seine Lieferkettengeschäftspraktiken und seine Beziehungen zu China zugegangen sind. Shein hat versucht, seine Lieferkette zu diversifizieren, indem es die Herstellung in Ländern wie Brasilien, Indien und der Türkei ausbaut, während es auch in Nachhaltigkeitsinitiativen investiert, um Kritik an seinem Umweltauswirkungen zu adressieren.
Eine Börsennotierung in Hongkong würde Shein Zugang zu den asiatischen Kapitalmärkten verschaffen und möglicherweise seine Abhängigkeit von US-Investoren im Rahmen der anhaltenden Handelskonflikte reduzieren. Das Unternehmen hat die IPO-Pläne noch nicht öffentlich bestätigt, und Details wie der Angebotsgröße und der Zeitplan bleiben ungenannt.
Sheins Schritt folgt einer herausfordernden Zeit für chinesische Unternehmen, die mit einem Consumer-Facing-Angebot eine Überseebörsennotierung anstreben, inmitten erhöhter regulatorischer Aufmerksamkeit und Marktwirbel. Das Ergebnis der IPO könnte das Investitionsverhalten für ähnliche Unternehmen in der Region beeinflussen.



