Der dänische Industriekonzern Schouw & Co A/S hat am Freitag seinen Finanzausblick für 2026 nach oben korrigiert. Grundlage dafür sind ein breites Umsatzwachstum und eine Ausweitung der Gewinnmargen im zweiten Quartal.
Der Mischkonzern mit Aktivitäten in den Bereichen Bau, Fertigung und Dienstleistungen erwartet nun für 2026 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das die bisherige Prognose um einen einstelligen Prozentsatz übertreffen wird. Als Haupttreiber für die Anpassung nennt das Unternehmen anhaltende Nachfrage in den Kerngeschäftsfeldern sowie eine verbesserte operative Effizienz.
Schouw meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 4,2 Mrd. dänischen Kronen (620 Mio. USD) – ein Plus von 8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das EBIT belief sich auf 510 Mio. Kronen, was einem Anstieg von 12 % im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 entspricht. Die operative Marge verbesserte sich auf 12,1 % (Vorjahr: 11,4 %), was auf Preismacht und Kostendisziplin zurückzuführen ist.
Vorstandsvorsitzender Flemming Stibbe betonte die Widerstandsfähigkeit des diversifizierten Geschäftsmodells von Schouw und verwies darauf, dass alle grossen Sparten zum Ergebnis beigetragen hätten. „Der positive Trend, den wir im gesamten Konzern beobachten, ist breit abgestützt und nachhaltig“, erklärte Stibbe in einer Stellungnahme zu den Ergebnissen.
Die Bausparte, die rund die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmacht, verzeichnete eine Steigerung der Auftragseingänge um 9 %. Die Fertigungsbereiche steigerten ihren Umsatz um 7 %, während die Dienstleistungen, die kleinste Sparte, ein Wachstum von 5 % im Jahresvergleich verbuchten.
Schouw bestätigte zudem seine Dividendenpolitik und bekräftigte die für 2026 geplante Ausschüttung von 6,50 dänischen Kronen pro Aktie – unverändert zur bisherigen Prognose. Der Verwaltungsrat kündigte ausserdem an, zusätzliches Kapital für gezielte Akquisitionen in den Kerngeschäftsfeldern zur langfristigen Wachstumsförderung einzusetzen.
Die Aktie von Schouw notierte nach der Veröffentlichung der Zahlen im Handel in Kopenhagen 2,3 % höher, bleibt im Jahresverlauf jedoch mit einem Minus von 4 % weiterhin im Minus.



