Samsung Electronics hat die Vertragspreise für fortgeschrittene Chipherstellungsdienste für neue Aufträge um bis zu 15 % erhöht, berichten Quellen, die mit dem Thema vertraut sind.
Die Preissteigerungen gelten für mehrere Prozessknoten. Die 4-nanometer-Si-Wafer (SF4) wurden für Kunden in China und den USA um 10 bis 15 Prozent erhöht, Taiwanese Kunden mussten Preiserhöhungen von 5 bis 10 Prozent hinnehmen. Die Preise für 5-nanometer-Si (SF5) und ältere 8-nanometer-Technologien stiegen um fast 10 und 10 Prozent. Diese Anpassungen folgen einer allgemeinen Einschränkung der Foundry-Kapazität, die auf die starke Nachfrage nach hochbandbreiten-Speicherchips und Hochleistungscomputerelementen, die in Anwendungen der Künstlichen Intelligenz verwendet werden, zurückzuführen ist.
Samsungs Foundry-Division machte im ersten Quartal 2026 nur 7 % des weltweiten Foundry-Umsatzes aus und lag damit weit hinter Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) zurück, das mehr als 70 % der Umsätze erzielt. Die Analysten vermerken, dass die eigenen Preissteigerungen und Kapazitätsbeschränkungen von TSMC Kunden zu alternativen Lieferanten wie Samsung und Intel geführt haben, was der koreanischen Firma die Möglichkeit bot, ihre eigenen Tarife zu erhöhen.
Das Unternehmen erwartet, dass fortgeschrittene Prozesse mehr als die Hälfte des Umsatzes des Auftragsfertigers im Jahr 2026 generieren werden, wobei Anwendungen für KI und Hochleistungsrechnungen über 30 % der Produktion ausmachen werden, im Vergleich zu 15 % bis 20 % Ende 2025. Samsung hat auch einen Produktionsvertrag mit Broadcom für KI-Chips abgeschlossen und erwartet, dass seine Einheit für Auftragsfertigung in der näheren Zukunft wieder прибыabel wird. Der in Seoul ansässige Analyst Lee Min-hee von BNK Investment & Securities geht davon aus, dass Samsungs Auftragsfertigungsgeschäft, wenn der Preissteigerungsprozess fortschreitet, bereits 2027 rentabel werden könnte, also früher als zuvor prognostiziert.
Die Samsung-Fabrik in Pyeongtaek in Südkorea, die Ende des letzten Jahres mit der vollen Kapazität begann, ist ein wichtiger Antriebsmotor für den Auftritt in den Bereichen KI und HPC. Nvidias CEO Jensen Huang bestätigte im März, dass Samsung den neuen KI-Inferenzprozessor des Chipherstellers produzieren wird, was den strategischen Wandel hin zu hochmarginalen, modernen Anwendungen unterstreicht.
Die Preiserhöhung erfolgte aufgrund der grösseren Volatilität an den Finanzmärkten Südkoreas, wo der KOSPI kurzzeitig den Handel einstellte, nachdem der Index im Tagesverlauf um 5% gefallen war. Dies spiegelt die Sensibilität der Investoren gegenüber Änderungen in der internationalen Halbleitermarktentwicklung wider.









