Die deutsche Energiegruppe RWE AG hat sich am Montag nach stärkeren als erwarteten Ergebnissen im ersten Halbjahr 2026 die Prognose für das laufende Jahr erhöht.
Die Gesellschaft erwartet nun ein bereinigtes EBITDA von zwischen €8,5 Milliarden und €9,5 Milliarden für 2026, im Vergleich zu einem vorherigen Prognosebereich von €7,5 Milliarden bis €8,5 Milliarden. RWE führt die Anpassung auf höhere erneuerbare Energieerzeugung, verbesserte Strompreise und stabile Betriebsmargen zurück.
Das bereinigte EBITDA im ersten Halbjahr 2026 stieg auf €4,3 Milliarden, von €3,8 Milliarden im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was sich auf höhere Wind- und Solarstromerzeugung sowie disziplinierte Kostenmanagement zurückführen lässt. Die Gruppe hielt an ihrer Dividendenpolitik fest und bestätigte eine Auszahlung von €1,20 pro Aktie für das Geschäftsjahr 2026.
RWE-Chef Markus Krebber sagte, die verbesserte Prognose unterstreiche die Resilienz ihres diversifizierten Energieportfolios in volatilen Marktsituationen. Der erneuerbare Energiebereich, der aufshore- und offshore-Windparks umfasst, trug den Großteil der Gewinne, während konventionelle Stromerzeugungsanlagen stabil blieben.
Analysten der Commerzbank stellten fest, dass RWEs Prognoseanpassung mit breiteren Trends im europäischen Energiebereich übereinstimmt, wo Versorger von höheren Kohlenstoffpreisen und beschleunigten erneuerbaren Kapazitätszuwächsen profitieren. Die Bank hielt an ihrem Kaufempfehlung für RWE-Aktien fest, da die Gesellschaft ein starkes Projektportfolio und eine Ausrichtung auf erneuerbare Energie mit hohen Margen aufweise.
RWEs Aktien waren am Montag früh um 2,1% gestiegen, während der Euro Stoxx Utilities-Index um 0,4% fiel. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft übersteigt nun €30 Milliarden, unterstützt durch stabile Cashflows und einen niedrigen Schulden-EBITDA-Verhältnis.
Die verbesserte Prognose folgt RWEs jüngstem Abschluss mehrerer groß angelegter Offshore-Windprojekte in der Nordsee, die bis 2027 in Betrieb gehen sollen und die langfristigen Wachstumsperspektiven der Gesellschaft weiter stärken.



