Indiens Rohölimporte aus Russland stiegen im Mai auf einen Rekordanteil von 42 % der Gesamtaufnahmen, wie Daten zeigen, die von Reuters überprüft wurden. Im April lag der Anteil noch bei 31 %. Der Anstieg folgt einem starken Anstieg des Preisdifferenz zwischen russischem Urals-Rohöl und globalen Benchmarks, der Ende Mai auf bis zu 30 US-Dollar pro Barrel gegenüber Brent anstieg.
Indische Raffinerien, darunter die staatseigene Indian Oil Corp und der private Sektor von Reliance Industries, haben ihre Kaufvolumen von russischem Öl seit der Invasion der Ukraine durch Moskau 2022 erhöht, als der Westen Sanktionen verhängte. Die Preisdifferenzen, gepaart mit Indiens strategischem Schwenk, um sichere Energieversorgungen zu sichern, haben russisches Rohöl zu einer attraktiven Option gemacht, trotz logistischer und reputationsbezogener Herausforderungen.
Die Veränderung hat die globalen Ölhandelsdynamiken erheblich beeinflusst, mit Indien als wichtiger Käufer russischen Öls. Die indischen Raffinerien haben Rekordmengen russischen Öls verarbeitet und raffinierte Produkte wie Diesel und Benzin in Europa und andere Regionen exportiert, oft zu einem Premium.
Analysten sagen, dass der Trend so lange anhält, wie der Preisunterschied groß bleibt und die Sanktionen des Westens Moskaus Zugang zu traditionellen Abnehmern in Europa und den USA einschränken. Die Sanktionen der Europäischen Union gegen die meisten russischen Ölimporte, die Ende 2022 in Kraft getreten sind, haben die globale Versorgung weiter verschärft und die Abhängigkeit von Alternativquellen erhöht.
Der Rekordanteil unterstreicht Indiens wachsende Rolle bei der Neugestaltung des globalen Ölmarktes, auch wenn geopolitische Spannungen und Sanktionen anhalten. Die Entwicklung zeigt auch die ungewollten Folgen der Sanktionen des Westens, die den Handelsströme umgeleitet haben, anstatt russische Öl-Einnahmen zu reduzieren.



