Eine Ransomware-Gruppe, die als Rhysida bekannt ist, hat nach dem Verweigern der Stadtbehörden, einen Löseaufnahmeantrag zu erfüllen, online rund 5,79 Terabyte Daten, die von staatlichen Behörden in Berlin gestohlen wurden, zum Verkauf ausgeschrieben. Die Gruppe stellte das erste Gebot auf 30 Bitcoin, was ungefähr 77.622 USD entspricht, und die Gebotsabgabefrist läuft noch knapp sieben Tage.
Die gestohlenen Daten umfassen 46.500 Verträge sowie E-Mails, Telefonnummern, Passwörter und klassifizierte Informationen, so die Cybercrime-Forscher. Die Gruppe Rhysida, die Forscher mit Operationen in Verbindung bringen, die aus Russland oder Osteuropäisch stammen, hat seit ihrem Auftauchen im Juni 2023 die Verantwortung für fast 280 Angriffe übernommen.
Der Berliner Bürgermeister Kai Wegner und die Innenministerin Iris Spranger veröffentlichten am Freitag eine gemeinsame Erklärung, in der festgestellt wurde, dass der Staat Berlin sich nicht der Erpressung unterwerfen wird. "Der Stadtstaat Berlin wird sich nicht der Erpressung unterordnen", heisst es in der Erklärung, in der betont wird, dass die Stadt nicht zu Belohnungszahlungen in Reaktion auf Cyberangriffe bereit ist.
Die Stadtbehörden haben die geforderte Lösegeldsumme oder den vollständigen Umfang des Vorfalls nicht bekanntgegeben und verwiesen auf laufende Ermittlungen zu dem Vorfall. Spranger bestätigte, dass die Wahlinfrastruktur nicht betroffen war und keine mit den Wahlen zusammenhängenden Daten vor dem Wahlgang am 20. September kompromittiert wurden. Der Sender RBB berichtete am späten Donnerstag über den Datenschutzverletzung, was zu öffentlicher und politischer Überprüfung führte.
Cybersecurity-Forscher von eCrime.ch verfolgen die Aktivitäten von Rhysida und beobachten die Zeitplanung der Auktion als Teil ihrer umfassenden Bewertung des Vorfalls.













