Die Reserve Bank of Australia hat ihren Leitzins für die zweite Sitzung in Folge bei 4,35% gehalten und die Geldpolitik unverändert gelassen, nachdem sie seit Februar sieben Zinserhöhungen um insgesamt 75 Basispunkte durchgeführt hatte. Der stellvertretende Gouverneur Andrew Hauser betonte, dass weitere Verschärfungen auf der Tagesordnung stehen, wenn die Inflationsdrucke sich verstärken, und stellte fest, dass die Zentralbank entschlossen handeln werde, um den Preisauftrieb zu dämpfen.
Hauser betonte drei wesentliche Risiken für die Inflation: geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die die Ölpreise auf dreiwöchige Höchststände getrieben haben, die globale Boom bei Investitionen in künstliche Intelligenz und eine anhaltend schwache Produktivitätsentwicklung. Er anerkannte zwar, dass die australische Wirtschaftsmarschrück gangelt und nicht zu einer abrupten Schrumpfung führt, warnte jedoch, dass der Konsum und die Beschäftigungsentwicklung weiterhin niedrig bleiben, verglichen mit historischen Trends.
Die Marktpreise belasten eine Wahrscheinlichkeit von rund 60 % für eine weitere Zinserhöhung bis Dezember, und die Futuresind auf einen potenziellen Leitzinssatz von 4,60 %. Die jüngste Entscheidung der RBA folgt auf eine Einstellung im Juli, die auf breitere Erwartungen abgestimmt ist, nach denen die Geldpolitikern die abgeschwächten Auswirkungen früherer Anpassungen bewerten. Analysten bemerken, dass die Haltung der Zentralbank die Bekämpfung der Inflation gegenüber dem Risiko einer übermäßigen Verschärfung im Rahmen der unausgewogenen konzessionären Nachfrage in den Fokus nimmt.
Die nächste Beschlussgebungssitzung der RBA ist für Anfang September geplant, und die Anleger beobachten die eingehenden Daten zu Inflation, Arbeitsmärkten und globalen Rohstofftrends sorgfältig, um Signale für weitere Richtungsänderungen in der Geldpolitik zu erfassen.











