Prairie Operating (PROP) stellte auf der EnerCom Denver-Konferenz am Dienstag seine Wachstumsstrategie und operativen Kennzahlen vor und betonte dabei den Wandel vom Kryptounternehmen zum fokussierten Öl- und Gasförderer. Das 2023 als börsennotiertes Unternehmen gegründete Unternehmen hat seine Krypto-Assets verkauft und ist nun ausschließlich im DJ Basin sowie im Wattenberg Basin in Colorado tätig.
Der Förderer meldete eine aktuelle Produktion von rund 27.000 Netto-Öläquivalentbarrel pro Tag, wobei die Volljahresprognose 2025 23.000 bis 25.000 Netto-Barrel pro Tag vorsieht. Für 2025 erwartet Prairie ein EBITDA von 180 bis 190 Millionen US-Dollar, gegenüber 193 Millionen US-Dollar in den letzten zwölf Monaten, sowie Kapitalausgaben von 185 bis 195 Millionen US-Dollar. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt bei 80 Millionen US-Dollar, die Gesamtverschuldung im Verhältnis zum Kapital beträgt 77 %, und das Umsatzwachstum belief sich im vergangenen Jahr auf 286 %.
Das Asset-Portfolio umfasst 118 Millionen Barrel Öläquivalent in nachgewiesenen Reserven, davon 73 % Flüssiggase und 50 % des Gesamtvolumens in Rohöl. Das Unternehmen hält 70.000 Netto-Acre vorwiegend im Weld County, Colorado, und verfügt über ein Bohrinventar von rund 600 Standorten, das bei einem jährlichen Tempo von 60 Bohrlöchern pro Bohrinsel etwa 10 Jahre ausreicht. Innerhalb des bestehenden Grundbesitzes wurden zusätzliche 150 Standorte identifiziert, die das Inventar potenziell auf 600 bis 800 Standorte erweitern könnten.
Das Unternehmen arbeitet nach einem konservativen Modell und setzt eine Bohrinsel sowie einen Frackzug in den Niobrara- und Codell-Formationen ein. In diesem Jahr wurden bisher 27 Bohrlöcher gebohrt und fertiggestellt, das Ziel für das Gesamtjahr liegt bei 40 Bohrlöchern. Prairie überwacht mehr als 550 fördernde Bohrlöcher und strebt 6 bis 12 Bohrlöcher pro Bohrflächeneinheit an, darunter ein »Weinregal«-Entwicklungsplan mit 12 Niobrara- und 4 Codell-Bohrlöchern pro Section. Die durchschnittlichen Laterallängen betragen rund 2 Meilen, wobei auch bereits 3-Meilen-Laterale eingesetzt werden.
Prairie unterhält eine rollierende 24-monatige Hedge-Position zwischen 60 und 64 US-Dollar pro Barrel für fördernde, nachgewiesene entwickelte Reserven, wobei das Unternehmen jedoch vermerkte, derzeit in einer Defizitposition zu sein, da die Marktpreise diese Hedge-Niveaus übersteigen. Die operative Sicherheitsbilanz bleibt stark, mit einer Total Recordable Incident Rate von null, unterstützt durch elektrifizierte Bohrinseln, Leitungsstrom sowie Hybrid- oder Voll-Elektro-Frackausrüstung.
Die Führungsebene betonte die Konsolidierungsstrategie des Unternehmens im Raum Rocky Mountains und die Ausgewogenheit der Kapitalallokation zwischen Bohrungen und Akquisitionen. Prairie hat seine Mitarbeiterzahl von 12 Beschäftigten zu Beginn auf 72 zum Zeitpunkt der Präsentation gesteigert.








