Der britische Pfund handelte am Montag um 04:40 ET gegen den US-Dollar bei 1,3631 und fiel um 0,10% zurück, da der US-Dollar in Anbetracht veränderter US-Politikexpektationen und geopolitischer Entwicklungen schwächer wurde.
Der Aufschwung des Sterling spiegelt die allgemeine Dollar-Schwäche wider, wobei der DXY-Dollarrahmus sich im Bereich von 98,50-99 stabilisierte, während die Märkte auf neue Signale aus Washington warteten. Chris Turner, Global Head of Markets bei ING, sagte, dass der jüngste Abverkauf des Dollars zwar noch etwas Raum haben könnte, die Bank sei aber vorsichtig, eine definitive Tiefstpunkt des Abverkaufs zu feststellen. Das Euro hingegen bewegte sich bei 1,1665, ein Minus von 0,10%, und ING identifizierte Unterstützung im Bereich von 1,1660-1,1670.
Das Marktklima wurde vor allem durch die Erwartung beeinflusst, dass US-Finanzminister Scott Bessent am Montag eine neue Sanktionen gegen Iran bekannt geben wird. Analystenführten zudem auf die breiteren US-pollitischen Entwicklungsto-fen – darunter potenzielle Maßnahmen zur fiskalischen Konsolidierung, erneuerte Handelskonflikte mit Kanada sowie die Möglichkeit von Zolleskalationen – als Faktoren, die den Dollar beeinträchtigten. Turner betonte, dass diese Entwicklungen das Engagement der Fed für die Inflationskontrolle weiter testen könnten, insbesondere im Vorfeld der Anmerkungen von Fed-Funktionär Kevin Warsh auf dem Jackson Hole-Symposium am Freitag.
ING behielt seine Prognose, dass der Euro bis Ende September auf 1,17 und bis Jahresende auf 1,18 ansteigen wird, obwohl die Bank feststellte, dass diese Ziele weiterhin einer Überprüfung unterzogen sind. Die Prognosen des Unternehmens basieren auf Daten, die zeigen, dass Vermögensverwalter und gelagerte Fonds langfristige Positionen in Euro aufbauen, während spekulanten laut der Futures-Positionierung in Chicago weiterhin untergewichtig in der gemeinsamen Währung haushalten.
Für die kommende Woche konzentrieren sich Händler auf die am Dienstag veröffentlichte Augustifonie-Umfrage in Deutschland, die am Mittwoch vorgestellte Kern-PCE-Inflationsschätzung für Juli in den USA sowie die am Freitag von Warsh gehaltene Keynote in Jackson Hole. Die Bewegung des Sterling am Montag wurde nicht von speziell britischen Fundamentaldaten angetrieben, was den breiteren Dollar-dominierten Narrativ unterstreckt, der die Währungsmärkte beeinflusst.












