Die Devisenreserven Polens sanken im Juli auf 20,75 Milliarden US-Dollar, was den ersten Rückgang seit Januar darstellt, wie Zentralbankdaten am Freitag zeigten.
Die Nationalbank Polens meldete, dass sich die Gesamtreserven von 21,1 Milliarden US-Dollar im Juni auf 21,1 Milliarden US-Dollar im Juli reduzierten, was einem Rückgang von 350 Millionen US-Dollar entspricht. Die Abnahme folgt auf sechs aufeinanderfolgende Monate des Wachstums, während der die Reserven von 19,8 Milliarden US-Dollar im Januar auf einen Höchststand von 21,3 Milliarden US-Dollar im Mai gestiegen waren.
Analysten verweisen auf eine Kombination aus Währungsvergünstigungen und potenziellen Interventionen auf dem Devisenmarkt. Der Złoty hat sich in den letzten Monaten unter dem Druck von sich veränderndem globalen Risikozustand und Erwartungen an die Zentralbankpolitik befunden.
Die Zentralbank hat keine umfassende Aufschlüsselung der Faktoren, die den Rückgang verursacht haben, bereitgestellt. Die Reserven werden eng beobachtet, da sie ein Maß für die externe Liquidität und die Fähigkeit eines Landes, kurzfristige Verpflichtungen zu erfüllen, darstellen. Die Reserven Polens bleiben zwar deutlich über den Niveaus, die während der Energiekrise 2022 beobachtet wurden, haben sich jedoch seit den Höchstständen Mitte 2023 rückläufig entwickelt.
Die Devisenreserven Polens bestehen hauptsächlich aus den großen Währungen wie dem US-Dollar, dem Euro und anderen Reserven, wobei Gold einen geringeren Anteil der Gesamtrechnung ausmacht. Die Zentralbank hat die Zusammensetzung der jüngsten Reserven nicht offengelegt.



