Öl-Futures stiegen am Freitag an, um die wöchentlichen Gewinne zu verlängern, nachdem die USA eine unbestimmte Blockade der iranischen Öl-Exporte ankündigten, die globale Versorgung enger machten und die Preise anheben ließen.
Brent-Kerosin-Futures für die Lieferung im Juli handelten 0,4 % höher bei 82,80 US-Dollar pro Barrel, während US-West-Texas-Intermediate (WTI)-Kerosin für die Lieferung im Juni um 0,5 % auf 78,50 US-Dollar pro Barrel stieg. Beide Benchmarks sind auf einen wöchentlichen Gewinn von etwa 2 % auf dem Weg, nachdem sich die geopolitischen Risiken im Nahen Osten verschärften.
Das US-Außenministerium sagte, Washington werde Schritte unternehmen, um die iranischen Öl-Verkäufe dauerhaft zu blockieren, nach einer Reihe von Angriffen auf Schiffe in der Region. Der Schritt signalisiert eine dauerhafte Unterbrechung der iranischen Kerosin-Flüsse, die bereits durch bestehende Sanktionen eingeschränkt sind. Iran hat vor reaktiven Maßnahmen gewarnt, was Bedenken über weitere Versorgungsunterbrechungen aufwirft.
Analysten haben darauf hingewiesen, dass die Drohung einer unbestimmten Blockade die globale Öl-Märkte enger machen könnte, insbesondere wenn die iranischen Exporte erheblich reduziert werden. "Jede dauerhafte Unterbrechung der iranischen Öl-Lieferungen würde die Versorgung enger machen und die Preise unterstützen, besonders in einem Markt, der bereits empfindlich auf geopolitische Risiken reagiert", sagte ein Kommoditätsstrateg an einem großen Bankhaus.
Die USA haben zuvor Sanktionen gegen den iranischen Öl-Sektor verhängt, aber die jüngste Drohung deutet auf eine aggressivere Vorgehensweise unter den aktuellen geopolitischen Spannungen hin. Der Schwellenwert von Hormus, ein kritischer Engpass für globale Öl-Lieferungen, bleibt ein Brennpunkt.
Ölpreise wurden auch durch Erwartungen einer stabilen Nachfrage von größeren Volkswirtschaften unterstützt, trotz Bedenken über wirtschaftliche Abschwünge in einigen Regionen. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat kürzlich ihre Öl-Nachfrage-Wachstumsprognose für 2024 nach oben korrigiert, da sie eine resiliente Konsumation in Asien und den USA anerkennt.
Investoren beobachten die Entwicklung im Nahen Osten eng, wo jede Eskalation weitere Versorgungsunterbrechungen und höhere Preise auslösen könnte. Die US-Drohung einer unbestimmten Blockade fügt ein neues Schicht an Unsicherheit zu einem bereits volatilen Markt hinzu.



