Das US-amerikanische Office of the Comptroller of the Currency (OCC) erwartet, dass es bis zum November die endgültigen Regeln für den Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins (GENIUS) Act veröffentlichen wird, sagte Comptroller Jonathan Gould am Mittwoch.
Auf dem Wyoming Blockchain Symposium erklärte Gould, dass die OCC ihren 376 Seiten umfassenden Vorschlag, der im Februar herausgegeben wurde, mit Rückmeldungen aus der Krypto-Industrie abschließen werde. Der Regulierungsbehörde geht es darum, die endgültigen Regeln mit der Wirksamkeitsdauer des Gesetzes vom Januar 2027 in Einklang zu bringen. Gould deutete auch an, dass die OCC im Jahr 2027 mit der Bearbeitung Anträge von Stablecoin-Issuer*innen beginnen könne.
Mit dem GENIUS Act, der im Juli 2025 in Kraft trat, wird ein bundesweiter Rahmen für stabile Zahlungsmittel festgelegt. Mehrere Behörden – darunter die OCC, das Finanzministerium, die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) und die Federal Reserve – müssen bis zum 18. Januar 2027 Vorschriften finalisieren. Die Regulierungsbehörden veröffentlichten bis heute keine finalen Regeln, obwohl bereits frühere Vorschläge und Konsultationsperioden eingerichtet wurden. Dies erzeugt potenzielle Regulierungsunsicherheit für Emittenten.
In dem Vorschlag der OCC werden Prudenzstandards für die Herausgeber von Stablecoins festgelegt, einschließlich Anforderungen in den Bereichen Kapital, Liquidität und Risikomanagement. Die Teilnehmer der Branche haben Bedenken geäußert bezüglich der Zeitpläne für die Einhaltung und der operationellen Anpassungen, die erforderlich sind, um dem bevorstehenden Rahmen gerecht zu werden.








