Der Aktienkurs von Nvidia sank am Dienstag um 4,6 %, nachdem Berichte über eine Pause im AI-Compute-Partnerschaftsprogramm und den potenziellen Erwerb der KI-Modellplattform Hugging Face in Höhe von 12,9 Milliarden US-Dollar aufgetauchten.
Die Aktien des Silicon Valley-basierten Chipproduzenten schlossen mit 217,55 USD, ein Rückgang von 10,43 USD oder 4,57%. Zuvor im Laufe der Sitzung erreichte die Aktie ein Tageshoch von 229,26 USD, bevor sie zurückging und bis auf 217,89 USD fiel. Auch die Aktien von anderen Halbleiterunternehmen, darunter Advanced Micro Devices, Broadcom und Micron, gaben nach.
The Wall Street Journal berichtete, dass Nvidia Teile seines AI Compute Partnership Programs eingestellt hat, das dazu dient, kleineren Cloud-Anbietern zu helfen, mit Umsatzgeteilungsvereinbarungen die Finanzierung einer Nvidia-gestützten Infrastruktur sicherzustellen. Die Entscheidung folgte dem Einwand potenzieller Partner gegenüber Nvidias Forderung nach grösserer Mitwirkungsmöglichkeit bei der Auswahl von Kunden sowie internen Bedenken hinsichtlich der regulatorischen und kartellenrechtlichen Risiken, die mit dieser Initiative verbunden sind.
Zudem gab es einen Bericht, wonach Nvidia eine Übernahme der KI-Modellplattform Hugging Face für etwa 12,9 Milliarden USD eingewilligt hat. Wenn dieser Deal sich bestätigt, würde dies zu einer signifikanten Kapitalallokierung führen und zu Unsicherheit im Markt hinsichtlich künftiger Ausgabeprioritäten führen.
Die starke finanziellen Ergebnisse von Nvidia für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027, die am 26. August veröffentlicht wurden, gaben nur begrenztes Unterstützung. Der Umsatz stieg um 106 % gegenüber dem Vorjahr auf 96,2 Milliarden US-Dollar, während das bereinigte Ergebnis je Aktie um 120 % auf 2,22 US-Dollar gestiegen ist. Allerdings verwies das Unternehmen aufgrund steigender Speicherpreise auf eine Kompression der Bruttomarge auf etwa 71-72 % im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2027.
Auch makroökonomische Faktoren belasteten die Technologie-Aktien. Die hawkischen Aussagen von Federal-Reserve-Präsident Kevin Warsh auf dem Symposium zur Wirtschaftspolitik in Jackson Hole signalisierten, dass die Inflation weiter hoch liegt und damit die Erwartungen für einen potenziellen Zinserhöhungszyklus gestiegen sind. Die Rendite der Zwölfmonats-Rentenobligationen stieg, und der kursempfindliche Nasdaq Composite fiel, und zog so die Aktien mit hoher Bewertung im Technologiesektor nach unten.












