Der Aktienkurs von NVIDIA sank am Freitag nachmittags um 4,3 % auf 218,15 USD, nach einer früheren Kurssteigerung auf 229,26 USD und einem Handel nahe dem Tages-Durchgangswert von 217,89 USD.
Der Chiphersteller pausierte Teile seines AI Compute Partnership Programms, das es kleineren Cloud-Anbietern ermöglichte, eine NVIDIA-gestützte Infrastruktur über Abrechnungserklärungen zu finanzieren. Diese Entscheidung folgte Widersprüchen von potenziellen Partnern bezüglich NVIDIAS Bemühungen, mehr Kontrolle über die Kundennutzung zu erlangen, so ein Bericht des Wall Street Journals. Binnenbetriebliche Bedenken hinsichtlich regulatorischer und kartellrechtlicher Risiken haben ebenfalls zur Pause beigetragen, heisst es im Bericht.
Ein separates Berichts zufolge hatte NVIDIA zugestimmt, die AI-Modellplattform Hugging Face für etwa 12,9 Milliarden USD zu übernehmen. Der vorgeschlagene Deal führte zu zusätzlicher Unsicherheit im Hinblick auf die Kapitalallokierung und trug dazu bei, dass Anleger vorsichtig wurden.
Die Entwicklungen folgten den Resultaten von NVIDIA für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027, welche am Dienstag veröffentlicht wurden. Der Umsatz stieg um 106% gegenüber dem Vorjahr auf 96,2 Milliarden US-Dollar, während das an die Aktien ausgerichtete Ergebnis um 120% auf 2,22 US-Dollar stieg. Das Unternehmen erwartet für das vierte Quartal eine Verringerung der Bruttomarge auf etwa 71-72%, die er als einen entscheidenden Faktor die steigenden Speicherkosten nenne.
Das makroökonomische Klima hatte ebenfalls Auswirkungen auf die Technologieaktien. Die Vorsitzende der Federal Reserve, Kevin Warsh, erklärte im Rahmen des Jackson Hole Economic Policy Symposiums, dass die Inflation weiterhin hoch ist und die grundlegenden Tendenzen sich nicht signifikant verbessert haben. Dies weckte Erwartungen an eine mögliche Zinserhöhung, wodurch die Zinsen der 2-Jahres-Treasuries steigen. In Reaktion darauf gab der zinsempfindliche Nasdaq Composite nach.
Auch die Aktien der Halbleiterindustrie Handelten niedriger, darunter Advanced Micro Devices, Broadcom und Micron, die ebenfalls unter NVIDIA zurückgingen.












