Morgan Stanley startete die Bewertung von ArcelorMittal SA mit einem "overweight"-Rating und verweise dabei auf stärkere handelspolitische Maßnahmen in Europa und Nordamerika als wichtige Ausschlag-gung für die Perspektive des Stahlherstellers.
Die Bank stufte die Amsterdam-listed Aktien mit einem Kursziel von 70 € ein, was etwa einem 14 %-igen Aufwärtspotential von 61,16 € am 20. August entspricht. Für die in den USA gelisteten ADR legte Morgan Stanley ein Kursziel von 82 $ fest, was ebenfalls etwa einem 14 %-igen Aufwärtspotential von 72,20 $ am 20. August entspricht.
Morgan Stanley prophezeite einen stabilen Anstieg der Stahllieferungen und schätzte für 2025 54 Millionen Tonnen, für 2026 54,5 Millionen Tonnen und für 2027 57,3 Millionen Tonnen. Das EBITDA soll von 6,54 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 8,12 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 und auf 11,12 Milliarden US-Dollar im Jahr 2027 steigen, was durch eine verbesserte Nachfrage und Handelsschutzmaßnahmen angetrieben wird.
Die Vorteile einer verstärkten europäischen Handelspolitik werden etwa laut Morgan Stanley erst 2027–28 vollständig in den Einnahmen von ArcelorMittal widerspiegeln. Weitere Unterstützungsfaktoren sind eine schnellere Erholung der Nachfrage in wichtigen Endmärkten und eine mögliche Beschleunigung des Aktienrückkaufprogramms des Unternehmens sowie regelmäßige Dividenden. Die Bank hob auch die gedisziplinierte Dekarbonisierungsstrategie von ArcelorMittal hervor, die nach ihrem Angaben die Durchführung und die finanziellen Risiken einschränkt.
Morgan Stanley warnte vor Abwärtsrisiken, einschließlich einer schwächeren Nachfrage nach Stahl in China, der dadurch erhöhten weltweiten Ausfuhren und dem damit einhergehenden Preisdruck, erneuter Zurückhaltung auf den Endmärkten, die zu abnehmenden Stahlspreads führen, und außerplanmäßigen Investitionen in neue Regionen.












