Die Aktie von Moderna schoss am Mittwoch um 177% nach oben, nachdem das Unternehmen positive Ergebnisse aus der Spätphase der klinischen Studie zu seinem personalisierten Krebsimpfstoff bekannt gab. Dieser wird in Zusammenarbeit mit Merck & Co. entwickelt. Der Kursanstieg bescherte Leerverkäufern Verluste von rund 5,5 Mrd. Dollar, wodurch sich deren kumulierte Jahresverluste auf etwa 7,7 Mrd. Dollar summieren – wie Daten von S3 Partners zeigen.
Moderna-Aktien standen seit Jahresbeginn bei den Leerverkäufern hoch im Kurs, wobei die Short-Quote zeitweise nahe 20% der frei handelbaren Aktien erreichte. Diese Positionierung hat sich mittlerweile auf etwa 14% reduziert, da einige Händler vor dem Kursanstieg ihre pessimistischen Wetten glattstellten. Analysten werteten die Entwicklung als möglichen Wendepunkt für das Unternehmen, das in den vergangenen vier Jahren in Folge Verluste schrieb und dessen Aktie seit ihrem Höchststand im Jahr 2021 um fast 94% eingebrochen war – bedingt durch den nachlassenden Bedarf an COVID-19-Impfstoffen.
Die Wall Street revidierte nach den Studienergebnissen ihre Einschätzung zu Moderna deutlich nach oben. Joseph Stringer von Needham bezeichnete die Daten zum Krebsimpfstoff als „Meilensteinsieg“, der die Onkologie zum nächsten Wachstumstreiber des Unternehmens machen könnte. Myles Minter von William Blair hob die Aktie auf „Outperform“ an und verwies auf klarere Perspektiven für eine breitere Einnahmenstreuung jenseits der Corona-Produkte.
Leerverkäufer hatten bereits vor dem Kursanstieg am Mittwoch ihre Positionen reduziert. Laut S3 Partners wurden rund 20 Mio. Aktien – oder ein Viertel der ausstehenden Short-Positionen – im Jahr 2026 glattgestellt, ein Schritt, der weitere Zwangsliquidationen nach sich ziehen könnte. Analysten gehen davon aus, dass dieser Effekt den Aufwärtstrend der Moderna-Aktie in den kommenden Tagen verstärken und die Gewinne möglicherweise bis Donnerstag oder Freitag anhalten könnte.













