Mizuho Securities hat Air Liquide am Montag auf "Outperform" hochgestuft und argumentiert damit, dass der Industriegashersteller einen Aufwärtsdruck von 17 % gegenüber einem neuen Kursziel von 200 Euro aufweist, da er sein Gap im Kapitalertrag gegenüber dem Wettbewerber Linde schliesst.
Die Upgrade folgt einer Bewertung, nach der Air Liquide Fortschritte bei Effizienzgewinnen und Margenherstel erzielt hat, wobei der korrigierte Return on Capital von 10% im Jahr 2021 auf 6,7% im Jahr 2025 zurückgeht. Der Analyst John Roberts unterstrich die Fortschritte des Unternehmens bei der Auflösung des Leistungsdifferenzes bei gleichzeitiger Fokussierung auf hochwachstumsreiche Segmente.
Das Elektronik-Geschäft von Air Liquide, das etwa 10 % der Umsätze ausmacht, wächst mit einer Jahresrate von 8 bis 9 % und repräsentiert nun etwa die Hälfte des Investitionsrückstands des Konzerns bis zum ersten Halbjahr 2026, gegenüber rund 40 % zuvor. Roberts merkte an, dass der hohe Umsatz dieses Segments – getrieben von täglichen Lieferanforderungen – einen kontinuierlichen Investitionsimpuls unterstützt.
Mizuho verwies auch auf Effizienzverbesserungen in Höhe von 497 Millionen Euro im Jahr 2024, 631 Millionen Euro im Jahr 2025 und 299 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2026. Die Bank erwartet Margenverbesserungsziele von mindestens 40 Basispunkten pro Jahr, neben dem Ziel des Konzerns auf 21,8 % für 2027, was weiteres operatives Handlungsspielraum signalisiert.
Die bullische Prognose geht vor dem Kapitalmarkttag von Air Liquide am 5. Oktober, an dem das Unternehmen aktualisierte strategische und finanzielle Ausblicke geben wird. Auch Linde, ein weiterer wichtiger Player im Sektor, wird von Mizuho mit "Outperform" bewertet, was den konstruktiven Blick des Unternehmens auf die strukturellen Dynamiken der Branche für Industriegase unterstreicht.












