Kontoor Brands übertrifft Gewinnprognosen im zweiten Quartal, Umsatz verfehlt Erwartungen
Der Bekleidungshersteller meldet angepasste Gewinnprognosen pro Aktie leicht über den Schätzungen, verfehlt jedoch die Umsatzerwartungen aufgrund schwacher Nachfrage.

Der US-amerikanische Bekleidungshersteller Kontoor Brands hat im zweiten Quartal angepasste Gewinne pro Aktie (EPS) gemeldet, die knapp über den Prognosen der Wall Street lagen. Allerdings blieb der Umsatz hinter den Erwartungen zurück, da die Verbrauchernachfrage nach Bekleidung nachgelassen hat.
Das Unternehmen, zu dessen Marken Lee und Wrangler gehören, erzielte angepasste Gewinne pro Aktie von 0,85 US-Dollar und lag damit leicht über der von Refinitiv zusammengestellten Konsensschätzung von 0,84 US-Dollar. Der Umsatz belief sich auf 612 Millionen US-Dollar und verfehlte damit die erwarteten 620 Millionen US-Dollar.
Die Bruttomarge sank auf 39,7 % gegenüber 41,2 % im Vorjahr. Dies ist auf höhere Baumwollpreise sowie verstärkte Werbeaktionen zur Räumung von Lagerbeständen zurückzuführen. Das operative Ergebnis ging im Jahresvergleich um 11 % auf 81 Millionen US-Dollar zurück, während der Nettogewinn um 12 % auf 58 Millionen US-Dollar sank.
Konzernchef Scott Bolden räumte „herausfordernde Einzelhandelsbedingungen“ ein und betonte, das Unternehmen passe Produktion und Lagerbestände an die Nachfrage an. Die Lagerbestände stiegen im Jahresvergleich um 15 %, was auf möglichen Margendruck hindeutet, falls sich die Verkaufszahlen nicht beschleunigen.
Kontoor bestätigte seine Jahresprognose und bekräftigte angepasste Gewinne pro Aktie von 3,15 bis 3,35 US-Dollar sowie einen Umsatz von 2,45 bis 2,55 Milliarden US-Dollar. Allerdings warnte die Geschäftsführung, dass makroökonomische Unsicherheiten die diskretionären Ausgaben der Verbraucher in der zweiten Jahreshälfte belasten könnten.
Die Aktie blieb in den Nachbörsen nahezu unverändert und spiegelte damit die gemischten Ergebnisse wider.
Priya covers listed equities and corporate earnings, reading quarterly results and guidance for what they signal about sector health and forward valuations.
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