Die Kingspan Group gab am Montag bekannt, dass sie BMC, einen nicht börsennotierten Anbieter von modularer Rechenzentrumsinfrastruktur, für 900 Millionen Euro in einer reinen Bargeldtransaktion übernehmen wird.
Das irische Baustoffunternehmen, das für Dämmstoffe und Paneelsysteme bekannt ist, zahlt 900 Millionen Euro für BMC, das vorgefertigte Rechenzentrumsmodule, Stromverteilungs- und Kühllösungen an Hyperscale- und Unternehmenskunden weltweit liefert.
Kingspan rechnet mit einem Abschluss der Akquisition in der zweiten Jahreshälfte 2025, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen und der üblichen Vollzugsbedingungen. Die Transaktion ist Teil der Strategie des Konzerns, sich über sein Kerngeschäft mit Baumaterialien hinaus in wachstumsstarke, technologiegetriebene Sektoren zu diversifizieren.
BMC erzielte im Jahr 2024 nach Angaben von Kingspan einen Umsatz von rund 400 Millionen Euro bei einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von etwa 80 Millionen Euro. Finanziert wird die Transaktion durch bestehende Barmittel und eine neue Kreditlinie über 1,2 Milliarden Euro, die von einem Bankenkonsortium bereitgestellt wird.
Die Aktien von Kingspan stiegen am Montagmorgen im frühen Handel um 3,2% und entwickelten sich damit besser als der breitere irische Markt. Analysten von Davy bezeichneten die Transaktion als strategischen Schwenk hin zur Rechenzentrumsinfrastruktur – einem Segment, das von der sprunghaft gestiegenen Nachfrage nach Cloud-Computing und KI-Workloads profitiert.
Die Akquisition ist die bislang grösste in der Geschichte von Kingspan und unterstreicht den Anspruch des Unternehmens, ein wichtiger Akteur in der Lieferkette für Rechenzentren zu werden, womit das bestehende Portfolio an energieeffizienten Baulösungen ergänzt wird.


