Der finnische Autohändler Kamux meldete für das zweite Quartal einen um 6,7% im Jahresvergleich gestiegenen Umsatz auf 245,3 Millionen Euro. Getrieben wurde das Wachstum durch höhere Fahrzeugverkäufe in Finnland und Schweden.
Die Gewinnmargen engten sich jedoch ein, da gestiegene Dieselkosten die Betriebskosten belasteten. Exakte Margenzahlen nannte das Unternehmen nicht, räumte aber ein, dass der Effekt spürbar genug sei, um das Umsatzwachstum zu überlagern.
Kamux bestätigte seine Jahresprognose und erwartet weiterhin einen Umsatz zwischen 1,0 und 1,1 Milliarden Euro sowie eine operative Marge von 4,5% bis 5,5%. Als Stützen für die Aussichten nannte das Unternehmen die robuste Nachfrage nach Gebrauchtwagen und eine stabile Neuwagenversorgung.
Vorstandsvorsitzender Mikko Pihlajamäki bezeichnete die Dieselkosten als temporär und erwartet eine Entspannung in der zweiten Jahreshälfte. „Die Dieselkosten bleiben zwar hoch, doch wir sind zuversichtlich, die Kosten zu steuern, ohne unsere Verkaufsmengen zu gefährden“, erklärte Pihlajamäki in einer Mitteilung.
Die Aktie des Unternehmens bewegte sich in den frühen Handelsstunden kaum verändert – ein Zeichen für die gemischte Perspektive. Analysten wiesen darauf hin, dass zwar das Umsatzwachstum positiv zu werten sei, die Margenbelastung aber die anhaltenden Herausforderungen im Kostenmanagement bei volatilen Treibstoffpreisen unterstreiche.
Kamux betreibt ein Netzwerk von 30 Autohäusern in Finnland und Schweden und konzentriert sich dabei auf den Gebrauchtwagenmarkt, während der Neuwagenverkauf eine kleinere Rolle spielt. In den letzten Jahren hat das Unternehmen stark expandiert und nutzt dabei die hohe Pkw-Dichte in Finnland sowie die begrenzte öffentliche Verkehrsinfrastruktur.



