Die K+S AG hat am Donnerstag ihre Jahresprognose für 2026 deutlich nach oben korrigiert. Nach einem um 60 Prozent im Jahresvergleich gestiegenen bereinigten EBITDA im ersten Halbjahr hob der deutsche Kali- und Salzproduzent seine Prognose für das bereinigte EBITDA 2026 auf einen neuen Zielkorridor von 1,2 bis 1,4 Milliarden Euro an. Bisher war ein Bereich von 750 bis 900 Millionen Euro veranschlagt worden. Als Gründe für die Anpassung nannte das Unternehmen eine stärker als erwartet ausgefallene Nachfrage in wichtigen Agrarmärkten sowie anhaltende Preisdynamik.
Im ersten Halbjahr stieg das bereinigte EBITDA auf 650 Millionen Euro (H1 2025: 406 Millionen Euro), während der Umsatz um 35 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro zulegte. Der Konzern verbuchte einen Nettogewinn von 180 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 12 Millionen Euro ausgewiesen worden war. Diese Entwicklung spiegelt die verbesserte operative Effizienz und strikte Kostendisziplin wider.
Die Geschäftsführung verwies auf stabile Auftragsbücher in Europa und Nordamerika, insbesondere bei Spezialdüngemitteln, als zentrale Treiber der Entwicklung. Zudem hätten sich die Lieferkettenprobleme entspannt, was die Produktion in den deutschen und kanadischen Werken begünstigt habe.
K+S bestätigte darüber hinaus seine Dividendenpolitik und bekräftigte die Pläne, für das Gesamtjahr eine Ausschüttung von 0,30 Euro je Aktie vorzuschlagen – vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre. Die angehobene Prognose folgt auf eine Reihe von Analysten-Upgrades in diesem Monat, die unter anderem auf die verbesserte Kostenstruktur und die gestiegene Preissetzungsmacht des Unternehmens verwiesen.
Die K+S-Aktie legte im frühen Handel an der Frankfurter Börse um 4,2 Prozent zu und entwickelte sich damit besser als der breite Rohstoffsektor.



