Jefferies hat sein Ausblick für die europäischen Versorgungsunternehmen angehoben und verweist auf stärkere als erwartete Energiepreise und kommende regelbasierte Unterstützung als zentrale katalysatoren für die Überleistung des Sektors.
Die Brokerage-Gesellschaft nannte RWE zum höchsten "Power Play", und zwar aufgrund einer prognostizierten zweistelligen, jährlichen Wachstumsrate der Gewinn je Aktie, die sich bis in die frühen 2030er Jahre erstreckt. Die Aufstockung steht fest auf einer anhaltenden Stärke der europäischen Energiepreise, die vom erhöhten Gaspreis, den sich verschärfenden Lagerbeständen und der verbesserten Nachfragedynamik angetrieben wird. RWE's Wachstumskurs wird darüber hinaus durch sein expandierendes Portfolio erneuerbarer Energien und seine strategische Positionierung auf dem sich transformierenden Energiemarkt unterstützt.
E.ON wurde als Top-Wahl unter den regulierten Versorgungsunternehmen ausgezeichnet. Die Analysten verweisen auf das kurzfristige Aufwärtspotenzial nach der ersten Halbjahreshälfte. Die Brokerage erwartet, dass die kommenden Netzentwicklungspläne (NAP 2026) in Deutschland, die im Oktober veröffentlicht werden sollen, zu einer bedeutsamen Aufwertung der Ausstellungsaussichten für das Nettoinvestitionsgut von E.ON in Deutschland führen. Dieser regulatorische Boost wird laut Prognose die Wachstumsmuster bei der regulierten Vermögensbasis (RAB) und den Erträgen der Gesellschaft beschleunigen und so eine strukturelle Aufwertung der Bewertung bewirken.
EDP fiel als erste integrierte Versorgungsgesellschaft heraus und kombiniert eine starke Ausgesetztheit gegenüber steigenden Strompreisen mit einem beschleunigten Netzwachstum zu einem attraktiven Bewertungsniveau. Das integrierte Geschäftsmodell der Gesellschaft – das sich über Erzeugung, Verteilung und Vertrieb erstreckt – berechtigt sie, von steigenden Grosshandelspreisen und wachsenden regulierten Infrastrukturinvestitionen zu profitieren. Jefferies hob die Bewertung von EDP in der Vergleichung mit anderen Unternehmen heraus und stärkte so die Empfehlung.
Die bullische Haltung des Brokers steht im Unterschied zu den jüngsten Aktienkursschwankungen in diesem Sektor, die Jefferies zufolge niedrige Bewertungen für diesen Sektor verursacht haben, was auf verbesserte mittelfristige Ertragsperspektiven zurückzuführen ist. Die Aufwertung spiegelt eine breitere Stimmungsveränderung wider, da die europäischen Versorgungsunternehmen von einer unterstützenden regulatorischen Umgebung und einer nachhaltigen Preisstärke der Energie profitieren.












