Die Aktien von JD Sports stürzten am Donnerstag bei frühen Handelszeiten in London um 13%, nachdem der britische Sportkleidungshersteller seine Gewinnprognose für das volle Jahr senkte und einen Umsatzrückgang im zweiten Quartal von 3,1% gemeldet hatte, der vor allem auf einen drastischen Rückgang in Nordamerika zurückzuführen war.
Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2026/27 einen Gewinn vor Steuern und Bereinigungsposten in Höhe von 700 Millionen Pfund bis 800 Millionen Pfund, was niedriger liegt als die vorherige Guidance von 750 Millionen Pfund bis 850 Millionen Pfund. Dies folgt auf den im vergangenen Jahr verkündeten Gewinn in Höhe von 852 Millionen Pfund.
Die Like-for-Like-Umsätze der Gruppe fielen in den 13 Wochen bis zum 1. August um 3,1 %, was einem steilen Rückgang entspricht im Vergleich zum 2,5 %-igen Rückgang im ersten Quartal. Die regionales Wachstum ausfiel unterschiedlich, wobei Nordamerika mit 6,8 % den stärksten Rückgang verzeichnete, gefolgt von Europa mit 2,7 %. Großbritannien und der Arbeitskreis Asien-Pazifik bukkelten dem Trend und konnten jeweils um 0,8 % und 1,4 % wachsen. Die Online-Umsätze wuchsen in diesem Zeitraum um 2,6 %.
Geschäftsführer Regis Schultz erwähnte das schwächere Konsumentenklima, eine Verlangsamung des Wachstums bei Schuhen mit hohen Schuhwerks. ebenso wie die verschobene Nachfrage für den Schulstart als Hauptfaktoren für die Ungenauigkeit. Er betonte auch die steigenden Kosten für den Lebensstandard in einem stark promofirmenorientierten Markt. Der Schuhverkauf blieb aufgrund des Drucks seitens der Verbraucher und Verschiebungen in den Produktzyklen bei den grossen Markenpartnern schwach. Kleidung und Accessoires schnitten aber in allen Regionen gut ab.
Die Umsätze in den Filialen wurden im Vergleich zum Vorjahr weitgehend niedriger, insbesondere außerhalb von wichtigen Veranstaltungen, obwohl sich die Conversion-Raten verbesserten. Die Bruttomargen für das erste Halbjahr konnten den Erwartungen entsprechen und wurden durch eine kontrollierte Preispolitik und teilweise durch höhere Marketingkosten kompensiert. Die Analysten von Morgan Stanley erwarten, dass sich die Konsensschätzungen nach dem Update um Mitte der Einstellungsdauer senken werden, was die schwachen Stimmung im Sportartikelsektor verstärkt.












