Japanische Fondsmanager wenden sich zunehmend an Privatanleger, um Einzahlungen zu stärken, während die Renditen japanischer Staatsanleihen (JGB) sprunghaft steigen, wie Industriequellen berichten.
Der Wechsel spiegelt die wachsende Nachfrage nach höherrendenden festverzinslichen Produkten wider, während die JGB-Renditen auf mehrjährige Höchststände steigen und die Attraktivität traditioneller niedriger rendierender Sparanlagen und Guthabenkonten schmälern. Privatanleger, die historisch gesehen Bankguthaben und konservative Fonds bevorzugt haben, werden nun mit Produkten angezapft, die mit den JGB-Bewegungen verbundene attraktive Renditen anbieten.
Der Anstieg der JGB-Renditen, der durch die Erwartung einer langfristigen Geldpolitikverdichtung durch die Bank von Japan (BoJ) getrieben wird, hat die Anlagestrategien umgekrempelt. Fondsmanager berichten, dass Retail-fokussierte Fonds, einschließlich Geldmarktfonds und -ETFs, mit beschleunigten Einzahlungen rechnen müssen, da Haushalte Alternativen zu den nahezu Null-prozentigen Guthabenzinsen suchen. Einige Unternehmen haben neue Produkte explizit mit den JGB-Renditen verknüpfte Produkte lanciert, die als risikofrei für Rendite-suchende Sparer positioniert werden.
Die allmähliche Rücknahme der BoJ aus der extrem lockeren Geldpolitik hat auch den Yen geschwächt, was die japanischen Investoren noch stärker dazu ermutigt, in Yen-denominierter Vermögenswerte zu investieren anstatt in ausländische Währungsguthaben. Analysten stellen fest, dass sich institutionelle Investoren noch zurückhaltend zeigen, während das Renditeverlangen der Privatanleger Fondsmanagern eine Rettungsleine bietet, die bei den traditionellen Produkten auslaufen.
Der Trend unterstreicht eine breitere Umorientierung in Japans Asset-Management-Industrie, in der die Privatanleger-Teilnahme zu einem kritischen Wachstumstreiber wird, während die strukturellen Herausforderungen auf dem japanischen Markt ansteigen.



