Die Aktien des italienischen Versorgers Iren SpA stiegen am Mittwoch deutlich an, nachdem das Unternehmen im ersten Quartal bessere Zahlen als erwartet vorlegte und seine Jahresprognose nach oben korrigierte.
Iren, das in den Bereichen Strom, Gas und Fernwärme tätig ist, gab bekannt, dass sich der Nettogewinn im ersten Quartal 2025 auf 128 Millionen Euro belief – gegenüber 102 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 8,7 % auf 2,1 Milliarden Euro, getrieben von höheren Energiepreisen und Mengenwachstum in den Kernmärkten.
Das Unternehmen hob zudem seine Jahresprognose für 2025 an und erwartet nun einen Nettogewinn zwischen 480 und 520 Millionen Euro, gegenüber der bisherigen Schätzung von 450 bis 490 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) lag bei 412 Millionen Euro, was einem Anstieg von 12 % im Jahresvergleich entspricht.
Analysten von Intesa Sanpaolo hoben hervor, dass die Performance von Iren auf eine «starke operative Umsetzung» und «günstige Marktbedingungen» zurückzuführen sei, insbesondere im regulierten italienischen Energiesektor. Die Prognoseanpassung folgt auf eine Reihe von Kostensenkungsmassnahmen und Investitionen in erneuerbare Energien.
Die Aktie stieg im frühen Handel in Mailand um bis zu 6,2 % und übertrumpfte damit den breiteren FTSE MIB-Index, der um 1,1 % zulegte. Um 09:45 Uhr GMT wurde die Aktie 5,8 % höher bei 4,25 Euro gehandelt, was einer Marktkapitalisierung von 3,8 Milliarden Euro entspricht.
Iren behält seine Dividendenpolitik unverändert bei und plant für 2025 eine Ausschüttungsquote von 60 % des Nettogewinns. Das Unternehmen will weiterhin den Fokus auf die Modernisierung der Netze und Dekarbonisierungsprojekte legen, die langfristiges Wachstum unterstützen sollen.
Die überzeugenden Quartalszahlen fallen in eine Phase allgemeiner Kursgewinne bei europäischen Versorgern, da Anleger angesichts volatiler Rohstoffmärkte defensiv in Energiewende-Themen investieren.


