IEA senkt Ölangebotsprognose für 2026 wegen Spannungen im Nahen Osten
Wiederaufflammen der Konflikte im Nahen Osten veranlasst die Internationale Energieagentur, ihre Prognose für das globale Ölangebot 2026 zu revidieren – mit Hinweis auf erhöhte geopolitische Risiken.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose für das globale Ölangebot im Jahr 2026 nach unten korrigiert. Als Hauptgrund nennt die Behörde die erneute Eskalation der Kämpfe im Nahen Osten. Demnach wird das Angebot langsamer wachsen als bisher erwartet – ein Zeichen für die gestiegenen geopolitischen Risiken, die Produktion und Transportwege gefährden könnten.
In ihrem jüngsten Monatsbericht zum Ölmarkt nennt die IEA zwar keine konkreten Zahlen zur Angebotsentwicklung, macht aber deutlich, dass das Wachstum des Angebots hinter den früheren Schätzungen zurückbleiben wird. Die Korrektur folgt auf eine Phase relativer Stabilität in der Region, in der einige Analysten bereits von einem schrittweisen Anstieg der Rohölförderung ausgegangen waren.
Der Nahe Osten bleibt ein zentraler Knotenpunkt der globalen Ölproduktion und deckt etwa ein Drittel des weltweiten Angebots ab. Jede weitere Eskalation der regionalen Konflikte könnte kritische Infrastruktur wie Pipelines, Raffinerien und Schifffahrtsrouten – insbesondere die Strasse von Hormuz als wichtigsten Engpass für den Ölexport – gefährden.
Die Ölpreise zeigen sich in den letzten Wochen volatil und bewegen sich nahe mehrmonatiger Höchststände. Händler bewerten dabei zunehmend die Gefahr von Versorgungsstörungen. Die Einschätzung der IEA unterstreicht die Anfälligkeit des Marktgleichgewichts, selbst wenn die Nachfrage in den grossen Volkswirtschaften an Schwung verliert.
Die Warnung der Behörde fällt in eine Phase, in der die Sorge um die ausreichende Investition in zukünftige Förderkapazitäten wächst. Trotz Rekordausgaben für die upstream-Produktion im Jahr 2023 hat die IEA wiederholt davor gewarnt, dass eine Unterfinanzierung zu Versorgungsengpässen in der zweiten Hälfte der 2020er-Jahre führen könnte.
Analysten gehen davon aus, dass die aktuelle Korrektur die Forderungen nach beschleunigten Investitionen in alternative Energieträger verstärken dürfte. Dennoch wird erwartet, dass fossile Brennstoffe auf absehbare Zeit die dominierende Rolle im globalen Energiemix behalten.
Sophie covers currency markets and central bank policy across Europe, with a focus on how rate decisions ripple through FX pairs. She has been tracking the ECB's policy path since the start of the current easing cycle.
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