Die Internationale Fluggesellschaften-Gruppe (IAG) hat eine Klage im Zusammenhang mit dem bankrotten Greensill Capital beigelegt, obwohl das Unternehmen weiterhin mit erheblichen Rechtskosten rechnet, die Teil seiner laufenden Restrukturierungsmaßnahmen sind.
Die Beilegung der Klage, deren Details nicht offengelegt wurden, folgt auf IAGs Entscheidung, im Jahr 2020 ein Lieferkettengeschäft mit Greensill zu beenden. Das Geschäft hatte kurzfristige Finanzierungen für Lieferanten innerhalb der Fluggesellschaften von IAG bereitgestellt, darunter British Airways und Iberia.
Greensill Capital meldete im März 2021 Insolvenz an, nachdem sein Finanzierungsmodell aufgrund von Liquiditätsbedenken und regulatorischer Überwachung zusammengebrochen war. IAG, wie auch andere Unternehmen, die von Greensill betroffen waren, hat seitdem rechtliche und finanzielle Konsequenzen zu tragen, darunter Ansprüche von Insolvenzverwaltern, die die Rückgewinnung von Geldern anstreben.
Während die Beilegung der Klage einen Teil des Streits beendet, hat IAG in seinem jüngsten Jahresbericht anerkannt, dass rechtliche Risiken weiterhin bestehen. Das Unternehmen hat erklärt, dass es weiterhin potenzielle Ansprüche bewertet und weitere Rechtskosten erwarten wird, die sich aus laufenden Verfahren ergeben.
IAG setzt eine Restrukturierungsstrategie um, die darauf abzielt, Kosten zu reduzieren und die operative Effizienz in seinen Fluggesellschaften zu verbessern. Das Unternehmen meldete einen Vorsteuerverlust von 7,4 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2020 an, der hauptsächlich durch die Auswirkungen der Pandemie auf die Nachfrage nach Flugreisen verursacht wurde. IAG hat seitdem Maßnahmen ergriffen, um seine finanzielle Position zu stabilisieren.
Analysten haben darauf hingewiesen, dass die Beilegung der Greensill-Klage einen Teil der Unsicherheit beseitigt, aber nicht alle rechtlichen Risiken für IAG eliminiert. Die Fähigkeit des Unternehmens, weitere Rechtskosten zu bewältigen, wird ein entscheidender Faktor für seine finanzielle Erholung sein, insbesondere wenn es sich durch den noch volatilen Luftfahrtsektor bewegt.



